Das Thema Kommunikation an der Einsatzstelle ist ein elementares Standbein bei der Abhandlung jeglicher Einsatzlagen. Gerade, wenn es sich um Großschadenslagen wie z.B. Hochwasser, große Flächenbrände oder aber um großangelegte Ausbildungsveranstaltungen handelt. Das diese Szenarien auch im Kreis Paderborn nicht fremd sind, zeigen die in der Vergangenheit immer wieder vorkommenden Flächenbrände in der Senne oder aber die immer wieder durch starke Regenfälle über die Ufer tretenden Bäche und Flüsse, wie zuletzt im Winter 2010 in Büren.
Dieses hat sich der Kreis Paderborn zum Anlass genommen, ein eigenes Team auf die Beine zu stellen, das sich intensiv mit dem Thema Information und Kommunikation (IuK) beschäftigt und ein Konzept erarbeitet, um in jeder Lage eine einwandfreie Kommunikation an der Einsatzstelle sicherzustellen.

  • IuK

Die Gemeinde Hövelhof ist bereits seit vielen Jahren bestrebt, ihr eigenes Kommunikationsnetz für Einsatzlagen zu optimieren. Aus diesem Grund wurde vom Kreis beschlossen, die Feuerwehr Hövelhof mit der Betreuung und dem Aufbau einer Fachgruppe für diese Aufgaben zu beauftragen. Die zwölfköpfige Gruppe um Christian Fortmeier ist seither stets bestrebt, den Materialstamm sowie die persönlichen Qualifikationen zu optimieren.
Der Kreis Paderborn stellte der IUK Gruppe zur Erfüllung der Kommunikationsaufgaben im November 2010 ein auf die Bedürfnisse des Kreises eingerichtetes Fahrzeug zur Verfügung. Dieses Fahrzeug, samt Funkmastanhänger und der entsprechenden Ausrüstung, ist das Fundament für die problemlose Erfüllung der geforderten Aufgaben. Sämtliche Einsatzstellen und Großschadenslagen im Kreis Paderborn werden durch das Equipment abgedeckt.
Der pneumatische Funkmast, der eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen kann, ermöglicht eine erheblich höhere Reichweite im Bereich der Funkkommunikation. In Verbindung mit der auf dem Fahrzeug verlasteten Funkrelaisstelle und den passenden Endgeräten wird eine Verbindung vieler Personen, aufgeteilt in einzelne Gruppen/Abschnitte, ermöglicht. So werden bei Großschadenslagen Kommunikations- und Verständnisprobleme untereinander vermindert. Das Fahrzeug, ein Mercedes Sprinter, ist geländegängig und kann so, gerade in Hinblick auf den Truppenübungsplatz Senne und den stellenweise hügeligen Landschaftsstrichen in Teilen des Kreises Paderborn, nahezu überall eingesetzt werden. Hierzu kommt, dass er aufgrund des mitgeführten Stromerzeugers völlig unabhängig ist und so als autarke Einsatzkomponente arbeiten kann.
Auf dem Fahrzeug sind neben der technischen Ausstattung auch Materialien für den Bereich Organisation, Dokumentation und Lagedarstellung verlastet.
Das Fahrzeug ist derzeit, durch das vorhanden Material und die Ergänzungen der Hövelhofer Feuerwehr, im Bereich drahtlose Kommunikation einsatzbereit. Jedoch steckt noch enormes Potential im Bereich IuK. Erst recht in der Zeit des Wandels und des Fortschritts, dazu gehört auch die Einführung des Digitalfunks, ist dieses Team keine statische Einrichtung, sondern muss sich in den Bereichen Ausbildung und Ausrüstung den sich stets ändernden Herausforderungen und steigendem Kommunikationsbedarf anpassen.


Autor: Christoph Werner, Pressesprecher Freiwillige Feuerwehr Hövelhof