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Wenn es um große Höhen und extreme Tiefen geht, verfügt der Kreis Paderborn über speziell ausgebildete Rettungsteams.
Eine Einheit ist in der Gemeinde Altenbeken stationiert. Die Spezialisten für " spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen" (SRHT) der Feuerwehr Altenbeken sind gefragt, wenn die normale Ausrüstung der Feuerwehr im Einsatz an ihre Grenzen stößt.

Einsatzschwerpunkt der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Altenbeken sind die Windkraftanlagen, die Ende der 90er Jahre an vielen Stellen der Gemeinde Altenbeken und im Kreisgebiet Paderborn errichtet wurden. Die Höhe der Anlagen stellte die Rettungskräfte vor neue Herausforderungen. Eine schnelle und sichere Rettung für Menschen in Notlagen musste gefunden werden. Damit schlug die Geburtsstunde der Einheit.
Mit ihrer speziellen Ausrüstung, bestehend aus Utensilien wie Auffanggurten, Seilen und Karabinerhaken, sichern die Höhenretter sich selbst und den Verunglückten ab. „Wir arbeiten gegen einen Zeitfaktor“, beschreibt Leiter Mario Güldner die Präzision, die im Ernstfall erforderlich ist.
Insgesamt umfasst die Gruppe 12 Personen aus den Löschzügen Altenbeken, Buke und Schwaney. Alle haben einen Grundlehrgang von 80 Stunden absolviert. Die Mehrzahl hat eine rettungsdienstliche Fachausbildung zum Rettungsassistent, Rettungssanitäter oder Rettungshelfer. "Denn neben der technischen Rettung, ist eine dauerhafte medizinische Versorgung des Verletzten ein Muss", so Güldner.

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Bei ihrer Arbeit verwenden die Höhenretter verschiedene Ab- und Aufseilverfahren basierend auf Methoden und Techniken der Bergrettung. Diese Techniken wurden auf die spezifischen Einsatzbedingungen der Feuerwehr abgestimmt und weiterentwickelt.
Die Tätigkeit in luftiger Höhe oder in engen Schächten erfordert ein hohes Maß an Teamfähigkeit. "Die komplexen Einsätze können nur im Team bewältigt werden", gibt Andreas Tegethoff, stellvertretener Leiter, zu verstehen. Um die komplexe Ausrüstung sicher und routiniert zu beherrschen ist zudem ständige Aus- und Weiterbildung Pflicht. So muss jeder Retter mindestens 72 Stunden Ausbildung im Jahr nachweisen. Die Verantwortung hierfür obliegt zwei Höhenrettern die als Ausbilder für spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen qualifiziert sind.
Auch der ständige Informationsaustausch mit anderen Höhenrettungsteams ist enorm wichtig. "Erfahrungen und Erlebnisse aus Einsätzen müssen besprochen werden, denn nur so kann eine Weiterentwicklung stattfinden", erklärt Sven Böddeker, stellvertretener Leiter der Spezialeinheit. ! Das Team aus der Eggegemeinde konnte im Jahr 2009 zusammen mit der Höhenrettung des THW Ortsvereins Bendorf an einem System zur Tragenrettung von verletzten Personen in Windkraftanlagen mitarbeiten, welches dann auf dem 5. süddeutschen Höhenretterforum in Stuttgart vorgestellt werden konnte.
Das Einsatzgebiet der Höhenrettung der Feuerwehr Altenbeken umfasst den östlichen Kreis Paderborn, den südlichen Kreis Lippe und den gesamten Kreis Höxter.

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