Die ersten ihrer Art. Start in die Notfallsanitäterausbildung: Rettungsdienst der Feuerwehr für Zukunft gerüstet.

  • Paderborn


Paderborn(WV). An der staatlich anerkannten Rettungsdienstschule der Feuerwehr Paderborn wurden die ersten 14 Notfallsanitäter erfolgreich ausgebildet: zwölf Beamte der Feuerwehr Paderborn und zwei Beamte aus dem Kreis Soest.

Sie alle haben mehr als fünfjähriger Einsatzerfahrung im Rettungsdienst und wurden vom Leiter der Feuerwehr Paderborn, Branddirektor Ralf Schmitz, der gleichzeitig auch Leiter der staatlich anerkannten Rettungsdienstschule ist, geehrt. Sie erhielten ihre Urkunde zum Führen der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter.
Im Vorfeld mussten die Feuerwehrbeamten trotz jahrelanger Erfahrung im Rettungsdienst noch einmal mehrere Wochen die Schulbank drücken und einen intensiven Vorbereitungskursus durchlaufen. Im Anschluss daran folgte eine dreitägige staatliche Prüfung durch eine Prüfungskommission unter dem Vorsitz des ärztlichen Leiter Rettungsdienst im Kreis Paderborn, Ingo Christiansen.

Die Prüfung bestand aus zwei praktischen Teilen und einem mündlichen Teil. Für die praktischen Teile wurden realitätsnahe medizinische Notfallsituationen simuliert, die die angehenden Notfallsanitäter zu bewältigen hatten.

Seit dem 1. Januar 2014 löst die Ausbildung zum Notfallsanitäter die bisherige zum Rettungsassistenten gemäß dem neuen Notfallsanitätergesetz ab. Danach ist der Notfallsanitäter ein Ausbildungsberuf, der in Vollzeit eine dreijährige Ausbildungsdauer hat.
Notfallsanitäter haben weitergehende Kompetenzen im Vergleich zum bisherigen Rettungsassistenten. Hierzu gehört auch die Durchführung von Maßnahmen, die in der Regel Ärzten vorbehalten ist, wie zum Beispiel die Verabreichung ausgewählter Notfallmedikamente, die Durchführung der Elektroschocktherapie oder die invasive Sicherung der Atemwege mit Hilfsmitteln.

Um diesen zusätzlich hohen Anforderungen gerecht zu werden, wird bei der Feuerwehr Paderborn für erfahrene Rettungsassistenten mit langjähriger Berufserfahrung eine entsprechende Ergänzungsfortbildung an der eigenen staatlich anerkannten Rettungsdienstschule durchgeführt, um diesen höheren Ausbildungsabschluss zu erreichen. Diese Ausbildung ist ein weiterer Schritt, das Überleben von Patienten in lebensbedrohlichen Zuständen zu verbessern.

Bericht:
Westfälisches Volksblatt