Neues Fahrzeug im Dienst. Schnelle Hilfe für die Menschen in Lippling, Steinhorst und Schöning.

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Lippling:  Ein neues Multitalent stellte der Löschzug Lippling mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) mit der Segnung durch Vikar Torsten Roland offiziell in Dienst.

Das 350 000 Euro teure Fahrzeug rückt als erstes Einsatzfahrzeug des Löschzugs Lippling zu technischen Hilfeleistungen wie Unfällen oder bei Bränden aus. »Das Fahrzeug hat sich bereits bei rund 50 Einsätzen bestens bewährt«, sagte Löschzugführer Klaus Ringkamp vor zahlreichen Gästen bei der offiziellen Indienststellung.Mit dem 300 PS starken Gefährt fahren ein Fahrer und acht weitere Feuerwehrleute zum Einsatz. In der vergrößerten Sicherheitskabine können sich schon auf der Anfahrt vier Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Insgesamt sind sechs Atemschutzgeräte in dem HLF untergebracht.

»Das 15 Tonnen schwere Fahrzeuge verfügt über ein automatisiertes Schaltgetriebe, so dass sich der Fahrer voll und ganz auf den Verkehr konzentrieren kann«, erläuterte Christian Austenfeld vom Löschzug Lippling die Besonderheiten. Das HLF 20 hat eine Pumpe mit einem Leistungsvermögen von 2000 Liter Wasser je Minute, was die 20 in der Fahrzeugbezeichnung symbolisiert. In dem Löschfahrzeug ist ein 2400 Liter fassender Wassertank verbaut sowie ein Tank für 200 Liter Schaumlöschmittel. Außerdem steht ein kompletter Rettungssatz mit Schere, Spreizer und Rettungszylinder sowie Hebekissen in dem Fahrzeug bereit.

Die Beleuchtung, vom Blaulicht bis zur Innenraumbeleuchtung, ist komplett mit LEDs ausgelegt. Der Lichtmast ist mit Xenon-Scheinwerfern ausgerüstet. Auch Sicherheitsaspekte sind in dem neuen Fahrzeug berücksichtigt: Neben einer Rückfahrkamera und der speziellen Sicherheitskabine können die Leitern auf dem Dach des Fahrzeugs vom Boden aus entnommen werden. Das Heck des Autos ist mit einer Warnbeklebung versehen.

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»Feuer kennt kein Erbarmen. Die Brandbekämpfung ist schon uralt, doch die Feuerwehr unterliegt einem ständigen Wandel, hat inzwischen ein riesiges Einsatzspektrum und benötigt daher auch modernste Technik, um bestmöglich ausgestattet Hilfe zu bringen«, gratulierte Bürgermeister Werner Peitz zum neuen Fahrzeug und auch zum 90-jährigen Bestehen des Löschzuges. »Ihr habt einen Anspruch darauf, bei gefährlichen Einsätzen, die Euch oftmals an Eure Grenzen führen, auf die bestmögliche Technik zurückgreifen zu können«, wandte sich Werner Peitz an die Feuerwehrleute und überreichte den Fahrzeugschlüssel.

Der stellvertretende Wehrführer Lothar Mühlbrandt betonte, dass das Fahrzeug beschafft wurde, damit den Menschen in Lippling, Steinhorst und Schöning schnelle und qualifizierte Hilfe garantiert werden könne. »Hier ist etwas Großes entstanden. Das Gerätehaus entstand mit viel Eigenleistung, und auch das neue Fahrzeug wird mit hoch motivierten Einsatzkräften besetzt«, so Lothar Mühlbrandt, der Wehrführer Reinhard Brand für die gemeinsame Konzeptionierung des Fahrzeugs dankte. »Trotz einiger Verzögerungen konnte ein optimal an die Bedarfe des Löschzuges Lippling angepasstes Fahrzeug angeschafft werden«, bilanzierte Lothar Mühlbrand bei der Fahrzeugübergabe.

Westfälisches Volksblatt von Axel Langer