Paderhalle nach Bombendrohung evakuiert. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde die Halle evakuiert und die Personen in der nahegelegenen Maspernsporthalle untergebracht.

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Paderborn: Aufregung am späten Samstagabend in Paderborn während einer Disco-Veranstaltung
Gegen 22:50 Uhr hatte eine anonyme männliche Person in der Paderhalle angerufen und dort mitgeteilt, dass um Mitternacht eine Bombe in der Paderhalle explodiert. In der Halle fand am Abend eine Disco-Veranstaltung mit etwa 1500 Gästen und Mitarbeitern statt. Die sofort verständigte Polizei war mit starken Kräften vor Ort und beendete die Veranstaltung.

Mit Hilfe der Feuerwehr wurde die Halle evakuiert und die Personen in der nahegelegenen Maspernsporthalle untergebracht. Die Evakuierung verlief ohne Vorkommnisse. Mit Hilfe von drei Sprengstoffspürhunden wurde die Paderhalle durchsucht. Dabei wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden.Ermittlungen hinsichtlich des anonymen Anrufers wurden von der Polizei eingeleitet. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter 05251-3060 entgegen.

Bericht: Polizeipresse

Westfälisches Volksblatt

Bombendrohung: Polizei evakuiert Paderhalle
Für 1500 Gäste endet die »Christmas Warm up Party« kurz vor Mitternacht.Vor der Tür erwartete die Partygänger schon ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.

Von Jürgen VahlePaderborn(WB).

Ein anonymer Anrufer hat in der Nacht zum Sonntag der »Christmas Warm up Party« in Paderborn ein jähes Ende bereitet. 1500 Gäste mussten wegen einer Bombendrohung die Paderhalle verlassen. Die Polizei durchsuchte stundenlang das Gebäude, ein Sprengsatz wurde nicht gefunden.Es war 23.30 Uhr, als in der festlich geschmückten Paderhalle alle Lichter angingen. Über eine Lautsprecherdurchsage wurden die Besucher der über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten Party aufgerufen, das Haus zu verlassen.Zuvor, gegen 22.50 Uhr, hatte sich ein anonymer Anrufer telefonisch beim Personal der Paderhalle gemeldet und gedroht, um Mitternacht eine Bombe zu zünden. Die Mitarbeiter nahmen die Drohung ernst und verständigten die Polizei.

Die Beamten ordneten die Räumung des Gebäudes an.»Alle sind dann ganz entspannt zum Ausgang gegangen«, berichtet Andrea (37), die Gast auf der Party war. »Ich bin gerade von einer Reise nach Bangkok zurückgekehrt und hatte immer Angst, dass so etwas im Ausland passiert. Und jetzt gibt es eine solche Drohung auch hier«, sagt sie.

Vor der Tür erwartete die Partygänger schon ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Gäste – zumeist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren – wurden in die nahegelegene Maspernhalle geleitet. Weil viele von ihnen ihre Jacken noch an der Garderobe hatten, wurde die Sporthalle für sie aufgeschlossen. Diejenigen, die ihre Mäntel noch trugen, warteten hinter der Absperrung oder feierten in den Kneipen der Innenstadt und des nahe gelegenen Paderquellgebiets weiter. »In Panik war eigentlich niemand«, sagt Nicole (38).Mit Hilfe von drei Sprengstoffhunden durchsuchte die Polizei die Räume der größten Veranstaltungshalle in der Region. Gegen 3.00 Uhr gab es

Entwarnung: Ein Sprengsatz wurde nicht gefunden. Die Party war natürlich beendet, die meisten Gäste ohnehin schon zu Hause.Reges Treiben herrschte am Sonntagmorgen: Hunderte Besucher holten ihre Jacken ab. Gekaufte Wertmarken wurden ausgezahlt. Der Eintrittspreis von 16 Euro pro Karte wurde allerdings nicht erstattet. Auch heute können Partygäste noch zur Paderhalle kommen, um ihre Jacken abzuholen. Wie Geschäftsführerin Maria Rodehuth mitteilt, warten ihre Mitarbeiter von 9.00 bis 20 Uhr an der Garderobe.

Die Geschäftsführerin dankte den Gästen, die »vorbildlich, zügig und sehr besonnen den Anweisungen der Einsatzkräfte gefolgt sind«.

Die Polizei ist jetzt auf der Suche nach dem anonymen Anrufer. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0?52?51?/?30?60 bei den Beamten melden.