Kreisbrandmeister bestätigt. Landrat überreicht Elmar Keuter die Ernennungsurkunde.

 

Paderborn: Elmar Keuter bleibt Kreisbrandmeister. Landrat Manfred Müller hat dem 55-Jährigen im Paderborner Kreishaus die Ernennungsurkunde überreicht. Keuter ist seit 2011 Kreisbrandmeister.
»Ich freue mich sehr, dass ich weiterhin auf Ihre Kompetenz und Erfahrung vertrauen kann«, sagte Manfred Müller. Keuter sei ein im gesamten Kreisgebiet »anerkannter und geschätzter Kreisbrandmeister, der im Laufe der Jahre schon so manch brenzlige Situation gemeistert« habe.

Keuter hatte 2011 das Amt des Kreisbrandmeisters übernommen. Davor war er sechs Jahre lang stellvertretender Kreisbrandmeister. Seit Juli 2015 ist Keuter zusätzlich stellvertretender Bezirksbrandmeister im Regierungsbezirk Detmold. Aktuell ist der 55-Jährige Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Paderborn in der Kreisfeuerwehr- und Technikzentrale in Ahden. Davor arbeitete er von 1992 bis 2013 als Rettungsassistent in der Rettungswache in Altenbeken-Buke, zuletzt als Teamleiter. Neben seinem Beruf engagiert sich Keuter seit 1979 in der Feuerwehr Altenbeken, von 2002 bis 2011 als Leiter. Als Kreisbrandmeister unterstützt er den Landrat bei der Aufsicht über die Freiwilligen Feuerwehren.

Keuter achtet darauf, dass dort Ausstattung, Ausrüstung, Stärke und Gliederung der Feuerwehren den Vorschriften entsprechen und die Feuerwehrmänner und -frauen sich regelmäßig aus- und weiterbilden lassen. Dazu gehörten regelmäßige Übungen, wie die nächtliche Großübung im August im Eggetunnel mit 350 Einsatzkräften aus den Kreisen Paderborn und Höxter oder die Übung am Paderborner Flughafen im Oktober mit 160 Einsatzkräften.

Keuter hat sich auch für eine neue Brandübungsanlage in der Feuerwehrzentrale stark gemacht. In der mit Gas betriebenen Anlage erfahren Feuerwehrkräfte, wie leistungsfähig ihre Schutzkleidung ist. Dort können sie unter Realbedingungen mit ihrem Atemschutzgerät trainieren.
Als Kreisbrandmeister hat Keuter an Konzepten mitgearbeitet, beispielsweise für den Einsatz eines Spezialfahrzeuges mit einer Hochleistungspumpe, die das Land im Kreis Paderborn stationiert hat oder für den Betrieb einer Feuerwehr-Bereitschaft im Regierungsbezirk Detmold. Bei Großeinsätzen und Katastrophen veranlasst er als Leiter der Kreiseinsatzleitung alle operativ-taktischen Maßnahmen zur Abwehr der Gefahren. Außerdem berät er die Leiter der Freiwilligen Feuerwehren bei Beförderungen und hat ein Vorschlagsrecht bei der Ernennung eines Wehrführers.

Was das Gesetz verlangt

Die Bestellung des Kreisbrandmeisters ist im Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) geregelt. Danach wird der Kreisbrandmeister vom Kreistag bestellt. Das bisherige Vorschlagsrecht des Bezirksbrandmeisters wurde auf den Landrat übertragen. Dieser hört zuvor die Leiter der Feuerwehren der Städte und Gemeinden des Kreises und den Bezirksbrandmeister an. Das Dienstende des Kreisbrandmeisters ist im Gesetz geregelt. Seine Amtszeit endet mit Erreichen der Höchstaltersgrenze, die bei 67 Jahren liegt, für die Mitwirkung im aktiven Feuerwehrdienst.

Bericht: Westfälisches Volksblatt