Knapp 20.000 Menschen in Hövelhof und Ostenland zeitweilig ohne Strom. Windhose wirbelt Abdeckplanen in Stromhauptleitung.


Hövelhof: Dutzende 50 mtr.lange Abdeckplanen von einem Spargelfeld wurden durch eine Windhose in eine 110kV Überlandleitung gerissen. Die Folge, 15 Minuten Stromausfall von dem 20.000 Einwohner betroffen waren.Die Feuerwehr Hövelhof führte umfangreiche Absperrmaßnahmen durch. EON und der Netzbetreiber führten Sicherungsmaßnahmen der Stromleitungen durch. Mittels der Hövelhofer DLK wurden die Planen durch Fachkräfte von EON beseitigt Die erste Meldung lautete, Heißluftballon in Hochspannungsleitung gestürtzt bestätigte sich nicht. Im Einsatz waren 60 FM, 10 Fahrzeuge, Polizei, 2 RTWs, 1 NEF.Verletzt wurde niemand.
Einsatzzeit: 14:05 – 21:00 Uhr
Foto: FW Hövelhof



Westfälisches Volksblatt

Knapp 20.000 Menschen in Hövelhof und Ostenland zeitweilig ohne Strom.
Windhose wirbelt Abdeckplanen in Stromhauptleitung

Hövelhof / Ostenland (al). Schweißtreibende Fleißarbeiten hatte die Hövelhofer Feuerwehr am Samstag Nachmittag auf einem Spargelfeld in der Nähe der Detmolder Straße in Hövelriege zu bewältigen. Eine Windhose hatte die Abdeckplanen eines Spargelfeldes in die Hauptversorgungsstromleitung geweht. Die langen Planen verfingen sich in den Stromleitungen. Diese sorgten hier für einen gewaltigen Kurzschluss und einen Stromausfall in ganz Hövelhof sowie in Ostenland. Kurzzeitig waren knapp 20.000 Menschen ohne Strom.

Gegen 14.05 Uhr hatten Anrufer der Leitstelle der Kreisfeuerwehrzentrale ein Heißluftballon gemeldet, der in eine Stromleitung geraten sei. Für die Hövelhofer Wehr wurde Vollalarm ausgelöst. „Das hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Aber die vielen Planen konnte man tatsächlich aus der Entfernung für einen Heißluftballon halten“ so Einsatzleiter Peter Kesselmeier vor Ort. Auch zwei Rettungswagen und ein Notarzt wurden entsandt. Zeugenaussagen zufolge hat eine örtlich begrenzte Windhose schwarz-weiße Abdeckplanen eines unter der 110 KV-Stromleitung gelegenen Spargelfeldes in die Höhe gewirbelt. In 15 bis 20 Metern Höhe wickelten sich die bis zu 100 Meter langen Planen in den Leitungen. „Das hat nach Aussagen der Erntehelfer einen mächtigen Knall und Funkenflug gegeben, als die Planen in die Leitungen flogen. Möglicherweise sind die Planen teilweise mit dem Kabel verschmolzen“ beobachtete Peter Kesselmeier die Bergungsarbeiten. Insgesamt 14 Spargelhügel wurden abgedeckt. Auf dem Feld am Mühlenweg waren sechs Erntehelfer mit der Spargelernte beschäftigt. Diese blieben glücklicherweise unverletzt.

Durch den Betreiber wurde der Strom über die Hauptleitung abgeschaltet und über ein unterirdisches Ersatzkabel wurden nach rund 20 Minuten die ersten Haushalte in Hövelhof und Ostenland nach und nach wieder ans Netz genommen. Bislang liegen der Polizei keine Erkenntnisse über mögliche Sachschäden vor. „Als Erstmaßnahmen haben wir den Bereich entlang der Hochspannungsleitung weiträumig abgesperrt“ berichtet Peter Kesselmeier am Samstag Nachmittag. Anschließen haben Fachkräfte des Betreibers die Stromtrasse am Umspannwerk Hövelhof und im Bereich eines Strommastens in der Nähe der Unglücksstelle geerdet. Erst danach konnte die Hövelhofer Feuerwehr sich ab etwa 17.30 Uhr an die Hochspannungsleitung heranwagen.

Mit Unterstützung des Hövelhofer Tiefbauunternehmens Kaimann wurde die Drehleiter unter der Stromtrasse in Stellung gebracht. Ein Radlader hatte einige Spargelbeete abgeschoben und Stahlplatten in Position gebracht, damit die Drehleiter Stellung beziehen konnte. Was folgte, war mehrstündige und bei über 30 Grad Celsius schweißtreibende Fleißarbeit in praller Sonne: Die 14 je rund 100 Meter langen Planen, die sich teilweise mit der Stromleitung verknotet hatten, mussten Stück für Stück abgeschnitten werden. Die Isolatoren der betroffenen Leitungen bogen sich an den betroffenen Leitungen mächtig nach innen. „Das müssen wir alles gründlich kontrollieren, bevor die Stromleitung wieder in Betrieb gehen kann“ so der Mitarbeiter eines Energieversorgers. Immerhin lasteten mehrere hundert Kilogramm Gewicht auf den Stromkabeln. Sorge bereiteten der Feuerwehr auch aufziehende Gewitterwolken. „Wenn irgendwo entlang der Stromtrasse Gewitter zu erwarten sind, müssen wir unsere Arbeiten unterbrechen“ legte Kesselmeier Wert auf die Sicherheit seiner Feuerwehrleute. Doch nach Rücksprache mit dem Wetterdienst seien am Abend keine Gewitter zu erwarten gewesen, so dass die Arbeiten der Feuerwehr gefahrlos zu Ende gebracht werden konnten. Am frühen Abend konnten alle Planen aus der Leitung entfernt werden.


Bericht: Polizeipresse

Zeitweiliger Stromausfall in Hövelhof/Hövelriege am Samstagnachmittag

Am Samstag kam es in den Nachmittagsstunden zu zeitweiligen Stromausfällen im Bereich Hövelhof. Grund dafür war, dass während Spargelstecharbeiten durch eine starke Windböe die Abdeckplanen eines Spargelfeldes an der Detmolder Straße hochgewirbelt wurden und sich in einer Hochspannungsleitung verfingen. Um die Planen gefahrlos zu entfernen, musste durch die Betreiberfirma der Strom immer mal wieder kurzzeitig abgeschaltet werden. Am frühen Abend waren die gesamten Planen entfernt worden. Verletzt wurde niemand. Über eventuelle Sachschäden aufgrund der Stromausfälle, können noch keine Aussagen getätigt werden.