60 Jugendfeuerleute aus allen sechs Feuerwehrstandorten bei Großübung aktiv.
Wasser marsch am Delbrücker Wasserwerk.

  • Delbrueck

 

Ostenland: Dichter Rauch steht über der Werkstatt am Wasserwerk in Ostenland. Augenzeuge berichten von lauten Knallgeräuschen und mehrere Personen, die aus der Werkstatt in den angrenzenden Wald geflüchtet sind. Schnell ist klar, acht Personen werden vermisst, einige von ihnen dürften sich auch noch in der Werkstatt befinden.

Glücklicherweise lässt effektive Hilfe nicht lange auf sich warten: Schon nach wenigen Minuten sind die Martinshörner der Feuerwehrfahrzeuge zu hören und beherzt greifen die künftigen Feuerwehrleute zu.

Bei dem Szenario handelte es zum Glück nicht um einen Realeinsatz, sondern die Jahresübung der Delbrücker Jugendfeuerwehr. Rund 60 Jugendliche aus den Löschzügen Bentfeld, Boke, Delbrück, Lippling, Ostenland und Westenholz rückten auf das Gelände des Wasserwerk in Ostenland aus. „Wir haben hier einen Gebäudebrand simuliert, der auf ein angrenzendes Waldstück überzugreifen. Außerdem gilt es acht vermisste Personen auf dem gesamten Gelände zu finden“, erläuterte Stadtjugendfeuerwehrwart Jürgen Kersting das Szenario.

Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dennis Schmidt hat er die Übung geplant. Niklas Sprenger hatte für die technischen Umsetzung der Übung mit viel Nebel und entsprechender Beleuchtung gesorgt. Heike Kersting schminkte die potentiel Vermissten.Schnell mussten die Jugendfeuerwehrleute und ihre Betreuer verschiedene Abschnitte bilden, eine Gruppe kümmerte sich um die Vermisstensuche im Gebäude und im Wald, die zweite Gruppe nahm sich der Brandbekämpfung an und eine dritte Gruppe richtete eine Verletztensammelstelle ein.

Um die Löschwasserversorgung sicher zu stellen wurde am Haustenbach eine Wasserentnahmestelle eingerichtet und Schlauchleitungen bis an die Brandstelle verlegt. Verteiler wurden aufgebaut und schnell hieß es Wasser marsch!In Kleingruppen, begleitet von Jugendfeuerwehrbetreuern, durchsuchten die Jugendlichen das Waldstück und nach und nach wurden die Personen gefunden und nach einigen Erste-Hilfe-Maßnahmen einer medizinischen Erstversorgung auf dem Sammelplatz zugeführt. Dabei galt es die Verletzten aufwendig aus dem Wald zu tragen.

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„Die Übung fördert den Zusammenhalt innerhalb der Jugendfeuerwehr und bereitet natürlich auch auf den Dienst in der aktiven Wehr vor. Gleichzeitig können wir uns einen Überblick über den Ausbildungsstand machen und sehen, in welchen Bereichen wir an den nächsten Übungsabenden noch Nachholbedarf haben“, zeigte sich der stellvertretende Wehrführer Ralf Fischer mit dem fachlichen Einsatz und der Motivation der „Nachwuchs-Blauröcke“ sehr zufrieden.

„Im vergangenen Jahr hat uns die Jugendfeuerwehr bei der Eröffnung des neuen Trinkwasserspeichers sehr fleißig unterstützt, so dass wir nun gerne das Gelände des Wasserwerk für die Übung zur Verfügung stellen“, beobachtete Robert Siemensmeyer, selber Feuerwehrmann in Sande, die Übung aufmerksam.

Bericht: Westfälisches Volksblatt, Axel Langer