Jahreshauptversammlung Löschzug Westenholz. Löschzüge müssen länger auf bereits bestellte Fahrzeuge warten. Westenholzer 72 Mal im Einsatz.

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Westenholz: Ein Blick in die Statistik des Westenholzer Löschzuges zeigt, wie umfangreich das Einsatzspektrum der 53 aktiven Feuerwehrleute inzwischen ist. Gleichzeitig wurde während der Jahreshauptversammlung deutlich, welch’ großes Fachwissen notwendig ist, um alle Einsätze kompetent zu erledigen.

22 Brandeinsätze, 32 technische Hilfeleistungen und zehn Notfallhelfereinsätze gehörten zu den insgesamt 72 Alarmierungen im Jahr 2018. Im Gerätehaus des Löschzuges konnte Jörg Brunnert erstmals in seiner Funktion als Löschzugführer die Aktiven der Einsatzabteilung, der Ehrenabteilung und der Jugendfeuerwehr sowie zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Die Feuerwehrleute waren bei 1431 Einsatzstunden im Jahr 2018 gefordert. Bei Übungsdiensten wurden 2498 Stunden verbracht und für die Aus- und Weiterbildung wendeten sie 1.428 Stunden auf.

Der Jahresbericht des Schriftführers Michael Bolte wies die Bundesstraße 64, aber auch den Kreuzungsbereich Westenholzer Straße/Wulfhorster Straße als Einsatzschwerpunkte aus. »Es wäre sehr zu begrüßen, wenn dieser Kreuzungsbereich bald eine bauliche Veränderung erfahren würde«, bestätigte auch der stellvertretende Wehrführer Johannes Appelbaum.

Viel Arbeit sei im vergangenen Jahr im Verborgenen geschehen, führte der Zugführer aus. In die Ausarbeitung des neuen Brandschutzbedarfsplanes sowie in die Ausschreibung eines neuen Löschfahrzeuges seien viele Stunden geflossen. »Künftig müssen wir uns allerdings noch frühzeitiger an die Ausschreibung für neue Fahrzeuge machen, die Lieferzeiten der Hersteller verlängern sich immer weiter. Inzwischen sind wir bei Wartezeiten von zwei Jahren«, so der Zugführer. So müssen die Westenholzer 24 statt 18 Monate auf ihr neues Fahrzeug warten, in Ostenland verschiebt sich die Lieferung eines Großfahrzeuges vom vergangenen November in den Februar.
Auf die vorbildliche Kameradschaft und die große Einsatzbereitschaft hob Bürgermeister Werner Peitz in seinem Grußwort ab. »Ich habe großen Respekt vor der Leistungsbereitschaft der Löschzüge im Delbrücker Land. Delbrück wächst in allen Bereich und damit wächst auch die Feuerwehr. Die Maßnahmen des neuen Brandschutzbedarfsplanes sind eine absolute Notwendigkeit«, betonte Peitz, der auch den Familien der Wehrleute sowie den Arbeitgebern für die Unterstützung dankte. Als lebendigen Löschzug, der neben seinem großen Einsatzspektrum auch fest in die Dorfgemeinschaft eingebunden sei, bezeichnete der stellvertretende Wehrführer Johannes Appelbaum den Löschzug. »Die Einsätze in Westenholz laufen sehr kompetent ab. Ihr seid eine wichtige Stütze der Gesamtwehr«, lobte Appelbaum.

Während der Jahreshauptversammlung sprachen die beiden stellvertretenden Wehrführer Ralf Fischer und Johannes Appelbaum eine ganze Reihe von Beförderungen aus. Zum Hauptbrandmeister wurde Frank Hansel befördert. Philipp Mando und Ricardo Knaup sind nun Unterbrandmeister. Neue Oberfeuerwehrmänner sind Dennis Schormann und Nils Schäfer. Zu Feuerwehrmännern wurden Manuel Speit und Oliver Beine befördert. Als Feuerwehrmannanwärter wurden Dennis Wozniak und Manuel Knaup in den Löschzug aufgenommen. Ricardo Knaup wurde zudem für sechs Jahre zum Gerätewart ernannt. Erstmals wählte der Löschzug eine Vertrauensperson. Ehrenzugführer Hubert Beine wird diese Aufgabe übernehmen.

Bürgermeister Werner Peitz überreichte abschließend Jürgen Lohmann für 35 Dienstjahre das Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Tobias Rübbelke ist seit 25 Jahren in der Feuerwehr aktiv und wurde mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.

Quelle: Westfälsches Volksblatt, von Axel Langer