Jahreshauptversammlung Löschzug Delbrück. So viele Aktive wie nie zuvor. Löschzug Delbrück ist für die Zukunft gut gerüstet.

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Delbrück: Beeindruckende Zahlen konnte der Löschzug Delbrück bei seiner Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Appel Krug präsentieren. »Das Jahr 2018 war für uns ein sehr wichtiges«, sagte Zugführer Jörg Hennemeier. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass die Zahl der Aktiven weiter steigt.
»Mit 91 Aktiven verfügt der Löschzug Delbrück erstmals in seiner Geschichte über 90 Aktive. Das ist sehr gut so, und wir dürfen uns auf keinen Fall darauf ausruhen«, misst Jörg Hennemeier der Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr weiterhin große Bedeutung zu.

Hennemeier erinnerte auch an die Überprüfung durch die Bezirksregierung Detmold. »Wir haben alle Vorgaben mit Bravour bestanden und so ein wichtiges Fundament gelegt, um auch weiterhin als Freiwillige Feuerwehr unseren Dienst tun zu können. Das war keine Formsache«, machte Hennemeier deutlich.
Auch Bürgermeister Werner Peitz betonte, dass die Mitglieder der Feuerwehr einen tollen Job zuverlässig erledigten. »Die Stadt kann stolz auf ihre Freiwillige Feuerwehr sein. Es fehlt nur noch der Beschluss der Bezirksregierung«, sagte Peitz.

Lobende Wort fand er für die Arbeit der Feuerwehr, die gemeinsam mit Verwaltung und Politik die Ziele für den Brandschutzbedarfsplan entwickelt und festgelegt hat. Die Anschaffung von Fahrzeugen wurde hier festgelegt sowie die Gerätehäuser auf Herz und Nieren geprüft. Als finanzielle aber absolut notwendige Herausforderung bezeichnete Werner Peitz den Neubau oder Umbau der Gerätehäuser vor allem in Delbrück und Ostenland. Der Bürgermeister dankte den Familien und allen Arbeitgebern, die hinter der wichtigen Arbeit der Feuerwehr stünden.

Weitere Zahlen beinhaltete der Jahresbericht von Schriftführer Alexander Rübbelke. Im Jahr 2018 wurde der Löschzug Delbrück zu 259 Einsätzen gerufen. 28 mehr als 2017. 3545 Stunden wurden im Einsatz verbracht. Zahlreiche Einsätze bescherte die Bundesstraße 64 den Feuerwehrkameraden. Aber auch heftige Stürme forderten die Feuerwehr. So verursachte Sturm Frederike am 18. Januar 2018 allein 180 Einsatzstellen. Weitere 30 Einsatzstellen kamen durch Sturm Oriana am 9. August hinzu.

Wehrführer Johannes Grothoff lobte die professionelle Arbeit, die die Feuerwehr in Delbrück leiste und unterstrich die gute, kameradschaftliche Zusammenarbeit. »Die neue Drehleiter hat ihre Bewährungsproben erfolgreich bestanden. Die Gruppe um Lothar Mühlbrand hat bei der Konzipierung ganze Arbeit geleistet. Feuerwehrfahrzeuge gibt es nicht von der Stange, da jede Feuerwehr einen eigenen Einsatzschwerpunkt hat«, verdeutlichte Johannes Grothoff, dass die Anschaffung neuer Fahrzeuge und Gerätschaften die Sicherheit der Bürger gewährleiste. »Wir müssen immer wieder klar machen, wie wertvoll jeder freiwillige Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau für Delbrück ist«, hat Grothoff ausgerechnet, dass jeder einzelne von ihnen – vorsichtig gerechnet – der Stadt 5300 Euro im Jahr einspart.

Bei den Wahlen wurde der zweite Kassierer, Lukas Koch im Amt für weitere zwei Jahre bestätigt. Zum Abschluss der Versammlung standen zahlreiche Beförderungen und Neuaufnahmen auf dem Plan. Nach erfolgreichem Abschluss der Lehrgänge konnte der stellvertretende Wehrführer Ralf Fischer zum Stadtbrandinspektor befördert werden. Neuer Hauptbrandmeister ist Thomas Klute, zum Oberbrandmeister wurde Johannes Grothoff Junior und Sascha Bendix zum Unterbrandmeister befördert. Die Schulterstücke eines Hauptfeuerwehrmannes erhielt Henning Thiele. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Marvin Johannimloh, Louis Kahle, Christopher King und Florian Schwarzenberg befördert. Neue Feuerwehrfrau ist Leonie Strunz. Als Feuerwehrmann-Anwärter wurden Philipp Brechmann, Marvin Wuttke, Niklas Güniker, Tassilo Becher und Andreas Engels in den Löschzug Delbrück aufgenommen.

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Rettungsdienstbedarfsplan

Nach Worten des Kreistagsmitgliedes Meinolf Päsch befindet sich die Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplanes zurzeit in der Anhörung durch die Träger des Rettungsdienstes. Die Politik werde im Frühjahr beraten, und ein Beschluss sei für den Sommer zu erwarten. Für Delbrück bringt der neue Rettungsdienstbedarfsplan eine Verbesserung bei der Ausstattung mit Rettungstransportwagen mit sich. Aktuell ist ein Fahrzeug rund um die Uhr im Einsatz. Ein zweites Fahrzeug steht montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr bereit. So könnten 92 Prozent aller Rettungsdiensteinsätze innerhalb der vorgegebenen Fristen erreicht werden. Der zweite Rettungstransportwagen wird künftig auch samstags und sonntags von 8 bis 20 Uhr besetzt werden, so dass die Quote auf 93 Prozent steigen werde. Bei der Notarztversorgung übernehmen auch künftig die Wachen in Salzkotten, Hövelhof und Rheda-Wiedenbrück die Zeiten, in denen die Delbrücker Notarztwache nicht besetzt ist. Wehrführer Johannes Grothoff machte deutlich, dass für die zweitgrößte Stadt im Hochstift eine 24 Stunden besetzte Notarztwache ein wichtiger Punkt ist. »Nachts den Menschen helfen zu können, ist genauso wichtig wie tagsüber«, sagte Grothoff.

Fotos: Der stellvertretende Zugführer Jörg Stratmann (von links) gratulierte Marvin Wuttke, Andreas Engels, Niklas Güniker, Leonie Strunz, Marvin Johannimloh, Florian Schwarzenberg, Christopher King, Louis Kahle und Philipp Brechmann zu ihren Beförderungen. Auch Wehrführer Johannes Grothoff und Zugführer Jörg Hennemeier freuen sich auf die Rekordzahl von 91 aktiven Feuerwehrleuten beim Löschzug Delbrück.
 
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden (von links) Ralf Fischer zum Stadtbrandinspektor, Henning Thiele zum Hauptfeuerwehrmann, Sascha Bendix zum Unterbrandmeister, Thomas Klute zum Hauptbrandmeister und Johannes Grothoff Junior zum Oberbrandmeister befördert. Löschzugführer Jörg Hennemeier gratulierte den beförderten Feuerwehrmännern.

 

Quelle: Westfälisches Volksblatt von Axel Langer