Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz: entwurzelte Bäume, umherfliegende Gegenstände, gesperrte Straßen. Sturmtief Eberhard hat die Rettungskräfte im Kreis Paderborn gestern in Atem gehalten.

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Kreis Paderborn: Von 17 Uhr an zählte die Feuerwehrleitstelle Ahden etwa 160 Einsätze. Umgestürzte Bäume, umherfliegende Dachpfannen, Werbeschilder, Dixietoiletten und Mülltonen beschädigten Fahrzeuge und Gebäude. Menschen wurden aber nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Feuerwehr nicht verletzt. Einige Schrecksekunden dürften allerdings die Passagiere eines Mallorca-Fliegers erlebt haben, der seine Landung auf dem Flughafen Paderborn-Lippstadt wegen des Sturms abbrechen musste und nach Hannover umgeleitet wurde.

Mehrere Straßen, vor allem im waldreichen Südkreis, mussten zeitweise gesperrt werden, da dort Bäume umgestürzt sind. Betroffen waren die Sander Straße, die Kreisstraßen K21 zwischen Wewelsburg und Tudorf sowie K 24 zwischen Holtheim und Blankenrode, die Landstraßen 763 zwischen Kleinenberg und Willebadessen sowie L759 zwischen Büren und Haaren. Auf der A33 musste die Feuerwehr Schilder sichern.

Auch die Bahnstrecke Paderborn-Altenbeken war durch umstürzende Bäume betroffen. In einigen Bereichen kam es zu kleinflächigen und kurzzeitigen Ausfällen von Strom und Telefon. Insgesamt waren im gesamten Kreisgebiet 790 Einsatzkräfte zum Teil bis in die Nacht hinein damit beschäftigt, die Sturmfolgen zu beseitigen. Einen Einsatzschwerpunkt gab es im westlichen und nordwestlichen Kreisgebiet.

Auch am Samstag hatte Sturm mit teilweise kräftigem Regen die Feuerwehr Paderborn bereits an sieben Einsatzstellen gerufen. Dabei wurden umgestürzte Bäume beseitigt und eine gelöste Baustellenabsicherung von der Fahrbahn geräumt. Im Rolandsweg wurde ein Baum entwurzelt, der dann auf einen abgestellten Anhänger stürzte. Ein gemeldeter Zimmerbrand gegen 12 Uhr entpuppte sich hingegen als angebranntes Essen und ein brennender Mülleimer in der City wurde vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht.

Quelle: Westfälisches Volksblatt

 

Polizeipresse

Sturmtief Eberhardt sorgt für zahlreiche Einsätze der PolizeiKreis Paderborn

Das Sturmtief Eberhardt hat auch der Polizei im Kreis Paderborn am Sonntagnachmittag viel Arbeit beschert. Die Leitstelle zählte allein in der Zeit zwischen 13.00 Uhr und 21.00 Uhr fast 60 Einsätze zu der die Polizisten wegen des Wetters ausrücken mussten.

In mehr als der Hälfte aller Fälle waren Gefahrenstellen wegen umgestürzter Bäume gemeldet worden, die von der Polizei bis zum Eintreffen der Feuerwehr abgesichert werden mussten. Etwa eine Handvoll Anrufer hatte gemeldet, dass Bäume schief standen und umzukippen drohten. An anderen Stellen des Kreises waren Jalousien abgerissen, Pfannen von Dächern geweht, Alarmanlagen ausgelöst oder Verkehrsschilder umgeworfen worden. In Bad Lippspringe waren Teile einer Photovoltaik vom Dach gefallen.

In Hövelhof und in Elsen waren Stromleitungen abgerissen und hingen bis auf den Boden. Vier mobile Toilettenhäuschen hatten dem Sturm nicht standgehalten und waren umhergeweht worden. In Paderborn wurden dabei an zwei Stellen Autos beschädigt. In Dörenhagen hatte sich ein Trampolin in Bewegung gesetzt und war über ein Feld bis an die Bundesstraße 68 geweht worden.

Während des Sturms mussten mehrere Straßen kreisweit gesperrt werden. Die meisten Gefahrenstellen konnten im Laufe des Abends beziehungsweise bis zum Montagmorgen behoben werden. Lediglich die Kreisstraße 21 zwischen Wewelsburg und Niederntudorf und der gesamte Haarener Wald (L 754, L 818, K 16) werden voraussichtlich bis Dienstagmorgen nicht befahr sein.