Zwei parallele Brandeinsätze in Paderborn. Brand in einem Entsorgungsbetrieb. Schwelbrand in einer Zwischendecke am Dr.-Rörig-Damm. Im Paderborner Stadtteil Stadtheide hat am Montagabend ein Carport lichterloh gebrannt.

  • Paderborn

 

Paderborn: Am Montag, 05.03.2018, wurde die Feuerwehr Paderborn fast zeitgleich zu zwei Brandeinsätzen alarmiert. Am Atlaswerk kam es gegen 14:20 Uhr vermutlich durch Selbstentzündung in einem Entsorgungsbetrieb zum Brand von gewerblichen Mischabfällen unter einer Remise.

Die Mitarbeiter reagierten vorbildlich, in dem sie sofort die Feuerwehr alarmierten und in der Zwischenzeit das Feuer mit mehreren Feuerlöschern an der Ausbreitung hinderten. Es brannten ca. zwei Kubikmeter Abfälle, versteckt in einem größeren Abfallhaufen. Mit einem Bagger der Entsorgungsfirma wurde der Abfall auseinandergezogen und mit zwei Strahlrohren und Hochdruckschaum von zwei Atemschutztrupps abgelöscht. Eine anschließende Brandwache wurde durch den Betreiber organisiert. Es entstand kein nennenswerter Sachschaden. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz, der rund anderthalb Stunden dauerte, war die Feuerwache Süd mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, einer Drehleiter, einem Rettungswagen und dem Einsatzleitdienst C mit insgesamt 12 Einsatzkräften. Die Feuerwache Süd wurde während des Einsatzes von der Einheit Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.
BAR Michael Beivers, Einsatzleiter (C-Dienst) Feuerwehr Paderborn


Schwelbrand in einer Zwischendecke am Dr.-Rörig-Damm


Parallel zu diesem Einsatz kam es gegen 14:40 Uhr zu einem Schwelbrand in einem Gebäude am Dr.-Rörig-Damm während Abbrucharbeiten. Hier kam es zu einem Kabelbrand in einer Zwischendecke. Zur Suche des Brandnestes wurde ein Trupp unter Atemschutz mit einer Wärmebildkamera eingesetzt. Parallel wurde die Brandbekämpfung über die Drehleiter und durch das Gebäudeinnere vorbereitet. Nach dem Auffinden der Brandstelle wurde das Feuer durch den vorgehenden Trupp mit einem Strahlrohr schnell gelöscht. Da eine Rauchausbreitung in ein angrenzendes Gebäude mit zwei Wohneinheiten nicht auszuschließen war, wurden diese kontrolliert. Es entstand kein nennenswerter Sachschaden. Verletzt wurde niemand.

In diesem Einsatz, der ebenfalls rund anderthalb Stunden dauerte, waren die Feuerwache Nord mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einer Drehleiter, je ein Löschfahrzeug der Einheiten Stadtheide und Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr und der Einsatzleitdienst A mit insgesamt 20 Einsatzkräften. Die verwaiste Feuerwache Nord wurde unterdessen durch die Einheiten Benhausen und Marienloh der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.
Ltd. BD Ralf Schmitz Einsatzleiter (A-Dienst)

 

Brennt Carport, Rotheweg, Stadtheide
Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus in letzter Sekunde verhindert

Am Montag, 05.03.2018, wur die Feuerwehr Paderborn gegen 17:40 Uhr zu einem Garagenbrand im Rotheweg, Ortsteil Stadtheide, alarmiert.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwache Nord stand das Carport, das über eine Dachfläche mit einem freistehenden Einfamilienhaus verbunden war, im Vollbrand.

Der Brand drohte auf die Dachkonstruktion des Wohngebäudes überzugreifen. Aufgrund der Rückmeldung des ersteintreffenden Einheitsführers der Feuerwache Nord wurden witere Einsatzkräfte der Wache Süd und der Freiwilligen Feuerwehreinheiten Stadtheide und Stadtmitte nachalarmiert.
Sofort wurden durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwache Nord zwei C-Strahlrohre im Außenangriff als Riegelstellung zwischen Wohngebäude und Carport eingesetzt, was dazu führte, dass das Übergreifen des Feuers buchstäblich in letzter Sekunde verhindert werden konnte.

Die äußeren Scheiben der Doppelverglasung des Hauses in Richtung des Carports waren zwar geborsten, jedoch hielten die inneren Scheiben der Hitze Stand, sodass kein Rauch in das Wohnhaus eingedrungen war. Zur weiteren Brandbekämpfung wurde neben Wasser auch Druckluftschaum eingesetzt.
Im weiteren Verlauf wurden das Wohngebäude und vor allem das Dach intensiv kontrolliert, um auszuschließen, dass sich die Hitze oder Glut auf die Dachkonstruktion ausgebreitet hatte. Hierzu kamen eine Drehleiter und zwei Wärmebildkameras zum Einsatz. Das Carport wurde vom Stromnetz getrennt.

Die Nachlöscharbeiten, bei denen weitere Verkleidungen des Carports entfernt werden mussten, um Glutnester abzulöschen, dauerten bis etwa 19:45 Uhr. Anschließend verblieb eine Brandwache des Löschzugs Stadtheide bis gegen 22:30 Uhr an der Einsatzstelle. Eine abschließende Kontrolle wird gegen 22:30 Uhr durchgeführt, ehe die Einsatzstelle dem Eigentümer übergeben wird.

Der Sachschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt, Personen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Im Einsatz waren Einsatzkräfte der Feuerwachen Nord und Süd, ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, die Freiwilligen Feuerwehreinheiten Stadtheide und Stadtmitte und der Einsatzleitdienst der Stufen C und A mit insgesamt 35 Einsatzkräften. Die entblößten Feuerwachen Nord und Süd wurden durch die Freiwilligen Feuerwehreinheiten Marienloh und Wewer während des laufenden Einsatzes besetzt.
BAR Michael Beivers
Einsatzleiter (C-Dienst)
Feuerwehr Paderborn

Bericht: Feuerwehr Paderborn

 

Westfälisches Volksblatt

Im Paderborner Stadtteil Stadtheide hat am Montagabend ein Carport lichterloh gebrannt. Noch mehrere Kilometer entfernt war die dunkle Rauchsäule am Abendhimmel zu sehen.
Der Brand ereignete sich gegen 17.30 Uhr mitten im Wohngebiet am Rotheweg in Höhe Barntruper Straße. Ein Carport und darin abgestellte Gegenstände sind in Brand geraten und drohten auf das danebenstehende Wohnhaus überzugreifen.
Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte das Übergreifen auf das Haus verhindert werden. Die Flammen schlugen nach Angaben von Feuerwehr-Chef Ralf Schmitz bis zu 20 Meter in die Höhe. Verletzt wurde niemand. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus.
Die genaue Schadenshöhe und -ursache sind noch unklar.