15 Feuerwehrleute sammeln beim 1. Paderborner »Stairrun« 15.000 Euro an Spenden.

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Paderborn: Ein Kuss und eine Umarmung von Freundin Lea Schiwon (21), und dann ging es unter den Klängen der Rocky-Hymne auch für Matthias Schmidt (25) die ersten 211 Stufen hinauf.

15 Feuerwehrleute liefen am Samstag beim 1. »Firefighter Charity Stairrun« über acht Stunden im Treppenhaus der Universität neun Stockwerke rauf und runter, um für kranke Kinder Spenden zu sammeln.Am Ende des Tages hatten sie 15.000 Euro auf dem Spendenkonto. Guido Hartmann aus Paderborn und Mathias Schmidt aus Marienmünster haben diesen Lauf initiiert, um den Verein für das krebs- und schwerstkranke Kind in Paderborn und die Aktion »Benni und Co« zu unterstützen, die Kindern hilft, die unter Muskelschwund leiden. Die 40 Sponsoren konnten jeden Lauf, aber auch die Aktion an sich unterstützen.

Unter den 15 Feuerwehrleuten waren elf Paderborner. Kurzfristig eingesprungen war für einen erkrankten Kollegen die einzige weibliche Teilnehmerin: Vanessa May (24) aus Hannover. Sie war auch die einzige im Team der Berufsfeuerwehrleute, die ihren Dienst freiwillig bei der Feuerwehr leistet.

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Zu jeder Stunde startete das Team mit dem Ausrüstungsgewicht von 20 Kilogramm, um die neun Stockwerke mit 33 Metern Höhe sechsmal zu bewältigen. Einzige Erleichterung: Es konnten Sportschuhe getragen werden. »Zum Glück haben wir genug Wechsel-T-Shirts dabei«, sagte Michael Thiele (25) aus Paderborn nach den ersten Durchgängen. Der Hitzestau in der Kleidung war eines der größten Hindernisse. Und für den guten Zweck ging auch David Böer (35) trotz seiner Erkältung an den Start. Trainiert hatten die Teilnehmer auf verschiedenste Weisen. Einige stundenweise im Uni-Treppenhaus, andere beim Lauf um den Padersee oder im Fitness-Studio. Ab Mittag unterstützten auch Physiotherapeuten die Treppenstürmer.

Wer bis zum Ende durchhielt, hatte mehr als 10.500 Treppenstufen geschafft oder umgerechnet eine Laufleistung von 16 Kilometern oder einen Höhenunterschied von 1750 Meter bewältigt, hatte Guido Hartmann im Vorfeld durchgerechnet. »Positiv verrückt« freute sich trotz der mitgefühlten Strapazen auch Ehefrau Anja Hartmann (41) über diesen Sonder-Einsatz ihres Mannes.

Nur zwei Teilnehmer mussten kurz vor Schluss aufgeben, 13 hielten durch. »Extrem anstrengend«, zog Guido Hartmann erschöpft aber auch freudig angesichts der Spendensumme nach seinem letzten Lauf Bilanz. Nach dem Premierenerfolg möchte er den Benefiz-Lauf in Paderborn fest etablieren. Die Nachfrage von Feuerwehrleuten sei bereits deutlich höher gewesen, im Treppenhaus hätten jedoch nicht mehr starten können. Deshalb musste man sich erst einmal auf 15 beschränken.

Quelle: Westfälisches Volksblatt