Freiwillige Feuerwehr im Stadtgebiet Büren zieht Bilanz. Investition in Fahrzeugflotte notwendig.

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Büren: Von spektakulären Einsätzen sind die Bürener Feuerwehrleute in diesem Jahr bisher verschont geblieben. »Wir hatten ein durchschnittliches Jahr und hoffen, dass das auch so bleibt«, sagte Stadtbrandmeister Andreas Müller jetzt während der Jahresversammlung der städtischen Gesamtwehr in der Hegensdorfer Schützenhalle.
Dass der Stadt ihre Wehr gleichermaßen lieb wie auch teuer ist, ergibt sich auch aus dem Brandschutzbedarfsplan. »Langfristig, aber spätestens mit dem neuen Bedarfsplan müssen wir uns Gedanken machen über die Lebensdauer unserer Fahrzeuge«, betonte Andreas Müller.

Die Qualität sei nicht schlechter als vor vielen Jahren, aber deutlich anders. Wurde bisher für die Großfahrzeuge eine Einsatzzeit von 25 Jahren und bei den kleineren eine von 15 Jahren angesetzt, müsse jetzt über eine Nutzungszeit von 20 beziehungsweise zehn Jahren nachgedacht werden. »Die Ersatzteilversorgung zeigt uns immer deutlicher, dass es zu Problemen kommt, die eine Wirtschaftlichkeit in Frage stellen«, mahnte Müller.

Den Zustand der bestehenden Fahrzeugflotte bezeichnete der Stadtbrandmeister als »nicht besonders gut«. Das Problem sei aber mit der Indienststellung eines neuen HLF 20 und eines MTF für die Wehr Steinhausen, eines neuen MTF für die Feuerwehr Brenken und mit der Bestellung eines neuen HLF 20 für die Kernstadt gemindert worden und solle zudem mit der Neuanschaffung eines MTF für die Löschgruppe Ahden und eines MTF für die Bürener Wehr im kommenden Frühjahr weiter beseitigt werden.

Durch die Zusage des Bundes und des Kreises Paderborn für ein neues LF 20 KatS für die Löschgruppe Wewelsburg, die mit diesem Fahrzeug aktiv in die ABC-Abwehr des Kreis Paderborn einsteigen wird, ist es zudem möglich geworden, die Planungen für ein neues LF 10 für die Löschgruppe Hegensdorf vorzuziehen. Hier wird die Auslieferung für Ende des kommenden Jahres erwartet. An Investitionen in den Fahrzeugpark der Wehr hat die Stadt einen Betrag von 419.000 Euro für das kommende Jahre eingeplant.

Auch in die persönliche Ausrüstung der Einsatzkräfte wurde investiert. So wurden in diesem Jahr erstmals Einsatzanzüge in der Farbe Gold für die Atemschutzgeräteträger angeschafft. Zudem gibt es für alle Einsatzkräfte neue Wetterschutzjacken.
Als einen großen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete Andreas Müller den Neubau des Feuerwehrgerätehaus in Wewelsburg. Baubeginn soll im kommenden Frühjahr sein. Von Seiten der Stadt fließt dann auch die erste Zuschussrate an den Förderverein in Höhe von 200.000 Euro.

Sowohl Bürgermeister Burkhard Schwuchow als auch Paderborns stellvertretender Landrat Hans-Bernd Janzen sicherten der Wehr weiterhin jegliche Unterstützung zu, lobten den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl der Mitmenschen und baten um das Versprechen, dass alle nach den Einsätzen wieder gesund nach Hause kommen.

Die Freiwillige Feuerwehr im Stadtgebiet Büren hat zurzeit 376 aktive Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 67 Mitglieder (darunter 15 Mädchen). Die Ehrenabteilung zählt 178 Mitglieder. Die Gesamtmitgliederzahl liegt bei 671. Die Anzahl der Atemschutzgeräteträger ist auf 161 gewachsen.

Fotos: Gehören seit 50 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet Büren an: (ab Vierter von links) Franz-Josef Happe (Weine), Bernd Feindt (Büren), Klemens Hesse (Steinhausen), Franz-Josef Kersting (Siddinghausen), Franz Kappmeier (Büren), Reinhold Meis (Siddinghausen), Franz Unterhalt (Steinhausen) und Bernhard Kriener (vorne) Jens Götte (von links, stellvertretender Stadtbrandmeister) Hans-Bernd Janzen (stellvertretender Landrat), Hubert Halsband (Geschäftsführer Kreisfeuerwehrverband), Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow (von rechts) und Michael Stork (stellvertretender Stadtbrandmeister).

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Für 25 Jahre in der Feuerwehr Büren wurden ausgezeichnet: Albert Willeke (Steinhausen), Matthias Kaiser, Peter Janssens, Thomas Hardes (alle Büren), Markus Stute, Antonius Schulte (beide Hegensdorf), Frank Biermann, Ralf Lüttig (beide Brenken), Nico Horstmann (Wewelsburg) und Markus Happe (Harth). Seit 35 Jahren sind dabei: Martin Linke (Barkhausen), Bernhard Wördehoff (Hegensdorf), Norbert Steven (Weine) und Andreas Mollemeier (Wewelsburg).

Quelle: Westfälisches Volksblatt