Förderverein will es jetzt anpacken. Public-Private-Partnership soll Finanzierung eines Neubaus für die Feuerwehr sichern.

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Wewelsburg: Mit der Gründung eines Fördervereins legt die Wewelsburger Freiwillige Feuerwehr den Grundstein für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Zweck des Vereins ist neben der Realisierung des Neubaus auch dessen Unterhaltung und Pflege.

Ursprünglich sollten in Wewelsburg eine neue Fahrzeughalle gebaut sowie ein Gebäudeteil des benachbarten ehemaligen Konzentrationslagers Niederhagen von der Wehr genutzt werden. Die Fahrzeughalle ist bereits fertig und inzwischen in Betrieb genommen worden, doch die Pläne für die Nutzung des KZ-Gebäudes können aus Denkmalschutzgründen nicht umgesetzt werden.

In der Sitzung des Bauausschusses im Oktober hatten die Freiwilligen den Ausschussmitgliedern ein Konzept für einen Neubau am Ortsausgang Richtung Böddeken vorgelegt, das die Zustimmung der Ausschussmitglieder fand. Das von der Feuerwehr weiter ausgearbeitete Konzept sieht nun vor, den Bau über eine Public-Private-Partnership, also eine Partnerschaft von Öffentlichkeit und Privatinitiative, zu realisieren.

Der Förderverein der Wewelsburger Löschgruppe will als Bauherr für das etwa 880.000 Euro teure Feuerwehrgerätehaus auftreten und einen Kredit aufnehmen. Die Stadt soll sich mit einem Zuschuss und dem Grundstückskauf beteiligen. Die Feuerwehrleute wollen über Eigenleistungen 140.000 Euro einbringen. Außerdem soll der neu gegründete Förderverein Spenden einwerben. Er wird das Feuerwehrhaus an die Stadt vermieten, durch die Mieteinnahmen wird der Kredit getilgt.

Anschließend wird die Stadt Eigentümerin. Baubeginn soll Anfang 2019 sein, mit der Fertigstellung rechnen die Wehrleute 2020. Gebaut werden sollen ein Gerätehaus und eine Fahrzeughalle mit drei großen Stellplätzen. Wird das Konzept umgesetzt und der Neubau errichtet, schließt die Wewelsburger Wehr eine Beteiligung an der weiteren Verwendung des bestehenden Gerätehauses, der bereits gebauten Fahrzeughalle an der Ecke Nieder­hagen/Ahornstraße und der ehemaligen Lagergebäude aus.

Dies solle, ebenso wie die Grundstücksfrage für den Neubau, alleinige Angelegenheit der Stadt Büren sein. Für die Sanierung der KZ-Gebäude, die Erweiterung und den Neubau der Fahrzeughalle hatte die Stadt mehr als 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die neue Fahrzeughalle hat rund 200.000 Euro gekostet. Zudem hatte die Wehr Eigenleistungen eingebracht.

»Ein Neubau ist nur als Gemeinschaftsmaßnahme möglich«, sagt der Fördervereinsvorsitzende Andreas Hilleke. Daher setzt die Feuerwehr auch weiterhin auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Rat der Stadt. Zudem warb der Vorstand um Unterstützung des Fördervereins. »Mitglied kann jeder werden, auch Jugendliche«, sagt Andreas Hilleke, wobei die Eltern für die Jugendlichen unterzeichnen. Der Jahresbeitrag beträgt 10 Euro.

Quelle: Westfälisches Volksblatt