181 Namensziegel bilden erstes Fundament. Feuerwehr in Bad Lippspringe hatte 2017 deutlich mehr Einsätze.

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Bad Lippspringe: Mit 181 gespendeten Ziegelsteinen ist ein Grundstock für das neue Feuerwehrgerätehaus in Bad Lippspringe gelegt. Die »Namensziegel« werden von der Feuerwehr gegen eine Spende »reserviert« und später beim Neubau Verwendung finden. Ziel sind 30.000 Euro für die künftige Nachwuchsförderung.
Für mindestens 25 Euro kann jeder Bürger und Förderer der Feuerwehr einen Namensziegel erwerben, für den es zunächst eine Din-A4-Urkunde des Feuerwehrchefs Michael Heck als Dank gibt. Nach dem Abbruch des alten Feuerwehrgerätehauses wird in einem Ziegel der Name des Spenders eingebrannt und so wird das neue Feuerwehrgerätehaus am Neuhäuser Weg eine regelrechte »Unterstützungsmauer« bekommen.

Ende Oktober 2017 hatte die Wehr die Aktion ins Leben gerufen, um den Neubau des Feuerwehrgerätehauses zu unterstützen. Die Stadt hat bereits für das laufende Jahr die Planungskosten im Haushalt veranschlagt und 2019 könnte Baubeginn sein. Bis dahin werden aber noch weitere Spender gesucht.

Bei der Ziegelsteinaktion konnte die Wehr somit eine zufriedenstellende Jahresbilanz ziehen. »Das Sparziel von 30.000 Euro haben wir noch nicht erreicht, aber der Weg ist in Ordnung«, meint Wehrführer Michael Heck. Er betont aber nochmals, dass die Ziegelspende nicht dazu diene, um das neue Feuerwehrgerätehaus bauen zu können. »Das Geld soll in die Ausstattung, zum Beispiel im Bereich der Nachwuchsförderung, fließen. Mit dem Bau des Gebäudes an sich hat die Spende nichts zu tun«, so Heck.
Die Aktion »Namensziegel« läuft so lange, bis das neue Gerätehaus steht. Die Spenden können weiterhin auf das Konto mit der Nummer DE17 47650130 1010 0681 10 überwiesen werden. Wichtig sei es, unter Zweck den zu verwendenden Namen anzugeben.

79 aktive Feuerwehrfrauen und -männer leisten derzeit ihren Dienst in den drei Feuerwehrzügen. Mit dabei ist seit diesem Jahr auch eine so genannte Unterstützungseinheit. Darunter fallen Helfer, die zwar nicht aktiv vor Ort Brände bekämpfen, aber zum Beispiel in der IT-Infrastruktur aushelfen. »Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Es dürfen aber natürlich immer mehr Aktive dazu kommen«, hofft Heck auf weiteren Zuwachs. Im Bereich der Nachwuchsausbildung hat es im vergangenen Jahr einen Truppmannlehrgang gegeben. Der Nächste soll in diesem Jahr steigen, erste Anmeldungen liegen vor.

»Auch im Bereich der Jugendfeuerwehr freuen wir uns auf neue Mitglieder«, betont Heck. Enorm gestiegen ist im Vergleich zu den Vorjahren hingegen die Zahl der Einsätze. 186 waren es im Jahr 2017 und somit rund 60 mehr als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. »Eine erste Auswertung hat ergeben, dass dies nicht auf die Landesgartenschau zurückzuführen ist. Vielmehr hat die Zahl der Unterstützungseinsätze zugenommen«, erklärt Wehrführer Heck weiter.

Unter die letztgenannten Einsätze fallen Begleitdienste für andere Rettungskräfte, wie die Sicherung von Rettungshubschraubertransporten oder die Öffnung von Haustüren. Die Einsätze auf dem LGS-Gelände bestanden größtenteils aus Lotsendiensten. »Wenn ein Besucher ärztlich versorgt werden musste, haben wir den Rettungsdienst aufgrund unserer Ortskenntnis hingeführt. Dazu kommt der Brand des Geräteschuppens. Die Einsätze auf dem LGS-Gelände waren aber kaum mehr als zehn«, meint Heck. Die genauen Auswertungen laufen aktuell noch und sollen bis Ende Januar abgeschlossen sein.

»Großbrände gab es nicht. Auch die drei schwereren Verkehrsunfälle sind im Vergleich im üblichen Rahmen. Die Verkehrsunfälle in der Gesamtzahl haben allerdings zugenommen. Das besonders auf der B1 und auf dem Kreuzweg. Somit ist auch die Rettung eingeklemmter Personen gestiegen.

Quelle: Westfälisches Volksblatt