»Bei Kindern für die Wehr werben«. Bürener Feuerwehr will Nachwuchsmangel entgegen wirken.


Für die Bürener Feuerwehr war das vergangene Jahr eines, das die Leitung als »durchschnittlich« bezeichnet. Es gab 111 Brandeinsätze, 184 Mal leistete die Feuerwehr technische Hilfe und 174 Mal wurden die Experten bei anderen Ereignissen zur Unterstützung angefordert.

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Büren: Das hat Stadtbrandmeister Andreas Müller während der Generalversammlung der Wehr am Freitagabend in der Weiberger Schützenhalle berichtet. Während die Brandeinsätze gegenüber dem Vorjahr um 32 zurückgegangen seien, habe es im Bereich der Technischen Hilfeleistungen elf Einsätze mehr gegeben. »Hier müssen wir aufgrund der klimatischen Veränderungen mit weiter ansteigenden Zahlen rechnen«, sagte Müller.

»Kommt immer gesund wieder«: Das war die vorrangige Bitte, die Bürgermeister Burkhard Schwuchow den Kameraden in seinem Grußwort mit auf den Weg gab. Ansonsten sprach der Bürgermeister (CDU), der für die Versammlungsteilnahme die Klausurtagung seiner Partei unterbrochen hatte, viel Dank und Anerkennung aus und gab den Kameraden das Versprechen, dass »Rat und Stadt weiterhin für eine gute Ausrüstung der Wehr sorgen werden.«

Mit neuen Fahrzeugen können die Wehren Brenken und Büren rechnen, und auch für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Wewelsburg stehen die Chancen nicht schlecht. Inzwischen sei auch von der Bezirksregierung Unterstützung signalisiert worden, teilte Schwuchow mit. 

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Ein dickes Lob gab es auch von Kreisbrandmeister Elmar Keuter für die zweitgrößte Wehr im Kreisgebiet. »Ihr habt eure Sache gut gemacht«, lobte der Chef, der seine Kameraden zum Kreisverbandstag am 26. Mai 2018 nach Lichtenau und die älteren Kameraden zum Seniorennachmittag am 13. Oktober 2018 nach Atteln einlud.
Zwar ist die Feuerwehr Büren mit 369 Aktiven noch recht gut besetzt, im Nachwuchsbereich seien aber schon Probleme erkennbar. Die Situation nahm der Leiter der Jugendfeuerwehr, Nico Ahlke, zum Anlass, mahnende Worte an Stadt, Rat und Feuerwehrleitung zu richten. »Bei der Gründung der Jugendfeuerwehr waren 80 Jugendliche aktiv. Seit einigen Jahren ist ein rückläufiger Trend erkennbar, der dazu geführt hat, dass es heute nur noch 61 Jugendliche, darunter acht Mädchen, in der Bürener Jugendfeuerwehr gibt«, sagt Ahlke.

»Die Zeiten, in denen Kinder Feuerwehrmann werden wollten, sind längst vorbei. Jetzt müssen wir für das Amt Geld in die Hand nehmen und werben«, lautet sein Appell. Ahlke schlug Besuche in Kindergärten und Schulen vor, aber auch großflächige Plakataktionen. »Wir brauchen ja keine 100 neuen Wehrleute, aber wenn wir zehn bis zwanzig Jugendliche pro Jahre bekommen würden, wäre das schon gut«, sagte der Leiter der Jugendfeuerwehr.

Dass die aktiven Mitglieder der Jugendfeuerwehr eine hervorragende Ausbildung genießen und auch hervorragend in Form sind, das hat eine Bürener Gruppe beim Leistungsvergleich der Jugendfeuerwehren in Lippetal unter Beweis gestellt. Als bestes Team gewannen die Bürener die höchste Auszeichnung, die Leistungsspange der Jugendfeuerwehr. Kreisbrandmeister Elmar Keuter und Stadtbrandmeister Andreas Müller überreichten dem stolzen Nachwuchs seine Leistungsurkunden.

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Ehrungen und Beförderungen


Beförderungen zum Unterbrandmeister nahmen entgegen: Edgar Martin (Steinhausen), Nico Horstmann (Wewelsburg), Frederic Kleine (Büren), Jan Vonnahme (Harth), Patrick Finke (Harth), Stefanie Stümmler (Eickhoff), Marco Unterhalt (Steinhausen) und Sven Henneböhl (Siddinghausen). Brandmeister sind nun Lucas Duscha (Steinhausen) und Arwed Suermann (Ahden). Neue Oberbrandmeister sind Jessica Vollmer (Steinhausen), Rene Grundmann (Wewelsburg) und Christian Finke (Ahden).
Hauptbrandmeister darf sich nennen: Stefan Schmidt (Wewelsburg). Zum Brandinspektor befördert wurde Thomas Becker (Brenken).

Verabschiedet wurden Benjamin Büngeler und Sebastian Hardes, beide Stellvertreter der Jugendfeuerwehr im Stadtverband.

Neu ernannt im Stadtverband wurden Lukas Duscha und Frederic Voßmann. Das Silberne Feuerwehrehrenabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten: Jürgen Salmen, Werner Salmen, Michael Ludewig, Michael Vonnahme, Hubertus Happe, Dietmar Götte und Frank Hammerschmidt (alle Feuerwehr Weiberg), Bernhard Blank, Meik Sieke (beide Hegensdorf), Bernd Strotkötter (Steinhausen), Detlef Hammerschmidt (Harth) sowie Jan Hüser und Andreas Feindt (beide Büren).

Das Goldene Ehrenabzeichen für 35 Jahre erhielten: Johannes Hammerschmidt (Barkhausen), Hermann Heinz Hillebrand (Siddinghausen), Martin Linke (Barkhausen), Bruno Meschede und Christian Geisler (beide Wewelsburg).

Bericht: Westfälisches Volksblatt von Hans Büttner