Eine zum Glück nicht ganz alltägliche Einsatzlage, die jedoch jederzeit eintreten kann, haben die Einsatzkräfte der Freiw. Feuerwehr der Stadt Bad Wünnenberg gemeinsam mit dem Forstbetrieb Graf von Westphalen am Dienstagabend geübt.

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Bad Wünnenberg: Revierleiterin Lena Arens und Forstwirtschaftsmeister Ralf Beseler der gräflichen Verwaltung steht die Sicherheit der Forstwirte und  Auszubildenden an erster Stelle. Immer wieder passieren Unfälle der Forstwirte bei der Arbeit im Wald. Die Rettung eines Verletzten unter sehr widrigen Bedingungen kann zu einem schwierigen Unterfangen werden.
 Bei einem wirklichen Unfall muss die Rettungskette gut und schnell funktionieren. Von der Abgabe des Notrufs über das Auffinden des Forstrettungspunktes bis hin zur Einweisung der Rettungskräfte. So war der Gedanke ein reales Unglücksszenario im Wald nachzustellen schon vor einiger Zeit entstanden und wurde nun im Revier Glashütte realisiert.
 
An einem Steilhang im Wald nahe der Gemarkung Schützenwiese bei Bleiwäsche sollte bei Fällarbeiten ein Forstwirt unter einem Baum eingeklemmt worden sein. Die beiden Kollegen des Forstwirts setzten den Notruf ab. Einer verblieb an der Unfallstelle, der andere machte sich sofort auf zum nächsten Forstrettungspunkt um die Rettungskräfte einzuweisen. Aufgrund eines Schocks entfernt sich jedoch der beim Verletzen wartende Forstwirt von der Unglücksstelle.
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Gemäß der Einsatzlage rückten die Löschgruppe Bleiwäsche, die Löschzüge Fürstenberg und Bad Wünnenberg sowie der Einsatzleitwagen des Löschzuges Haaren zur Einsatzstelle aus. Auch ein Rettungswagen machte sich auf den Weg.
Die ersteintreffende Löschgruppe Bleiwäsche übernahmen sofort die Verletztenversorgung. Zusätzlich entfernten die Einsatzkräfte einen über den Forstweg liegenden Baum um die Anfahrt der weiteren Einsatzfahrzeuge zu ermöglichen.
 
Nachfolgende Feuerwehrkräfte des Löschzuges Fürstenberg übernahmen die Rettung des Verletzten. Sie brachten dazu Hebekissen und Unterbaumaterial sowie eine Schleifkorbtrage auf den Berg und unterstützten die Bleiwäscher Kameraden bei der Verletztenversorgung. Aufgrund des am Einsatzort schlechten Funknetzes fungierten die Einsatzleitwagen auf Bad Wünnenberg und Haaren als Relaisstellen. Sie gaben die eingehenden Meldungen weiter. Einsatzkräfte des Löschzuges Bad Wünnenberg durchsuchten die Umgebung der Einsatzstelle nach dem unter Schock geflohenen Forstwirt. Sie konnten ihn nach einiger Zeit finden und ihn dem Rettungsdienst übergeben. Der eingeklemmte Forstwirt wurde mit dem technischen Gerät befreit. Er wurde in der Schleifkorbtrage vom Steilhang abgelassen und ebenfalls dem Rettungsdienst übergeben.
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Forstdirektor Dr. Uwe Meyer und Bad Wünnenbergs Leiter der Feuerwehr Martin Liebing zeigten sich erfreut über die hervorragenden Synergieeffekte bei der Übung, sowohl für die Forst als auch für die Feuerwehr. Im Anschluss wurde auf dem Felgenberg die Übung bei einem Grillimbiss besprochen und analysiert.

Bericht: Freiw. Feuerwehr Stadt Bad Wünnenberg, Christoph Hesse