Jede Menge Arbeit für die Wehr. Neue Fahrzeuge und Änderungen in der Führungsstruktur.

  • Delbrueck

Delbrück:  Weitreichende personelle Veränderungen samt neuer Wehrführung, Anschaffung mehrerer Fahrzeuge sowie technischen Geräts, Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans, Überprüfung der Wehr durch die Bezirksregierung Detmold und manches mehr: Auf die Freiwillige Feuerwehr Delbrück wartet auch unabhängig von den Einsätzen jede Menge Arbeit.

Darauf hat in der Jahreshauptversammlung des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück der scheidende stellvertretende Wehrführer Lothar Mühlbrandt hingewiesen. Kostspieligste Neuanschaffung wird ein neues Drehleiterfahrzeug vom Typ DLA-K 23-12 sein – eine automatische Drehleiter mit Korb und einer Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer Nennausladung von zwölf Metern. Es wird in Kürze bestellt und voraussichtlich im kommenden Jahr ausgeliefert. Die Anschaffungskosten beziffern sich auf etwa 750 000 Euro. Das bisher eingesetzte Drehleiterfahrzeug ist 25 Jahre alt, inzwischen ziemlich reparaturanfällig und wird deshalb ausgemustert.

Ende Juni bekommt der Löschzug Delbrück eine neue »Allzweckwaffe«: ein HLF 20. Dieses Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug hat sich als »Arbeitstier« und bei Erstangriffen in Feuerwehrkreisen bewährt. Der Löschzug Ostenland wird im kommenden Jahr ebenfalls ein neues HLF 20 erhalten. Der Löschzug Lippling hatte bereits im vergangenen Jahr ein HLF 20 bekommen. Stückpreis eines HLF 20: Je nach Ausstattung mindestens 300 000 Euro.
Seit Jahresbeginn 2017 verfügen alle sechs Löschzüge über leistungsstärkere hydraulische Rettungssätze. Ferner werden alle Löschzüge mit Wärmebildkameras ausgestattet. Bereits ausgeliefert sind die neuen persönlichen Schutzkleidungen für sämtliche Atemschutzgeräteträger. Die Umstellung auf neue Schutzhelme für alle Feuerwehrleute soll bis spätestens 2018 abgeschlossen sein.

In Dienst gestellt wurden darüber hinaus zwei neue Kommandowagen; als nächstes ist ein neuer Kommandowagen für den neuen Einsatzführer im sogenannten B-Dienst an der Reihe. Den erst unlängst eingeführten B-Dienst (24 Stunden) übernehmen Zugführer im wöchentlichen Wechsel der sechs Löschzüge. »Das hat sich schon bewährt, entlastet Führungskräfte, weil Dienst und Arbeit dadurch auf mehrere Schultern verteilt wird und fördert außerdem das selbstständige handeln«, erläuterte Mühlbrandt.
Komplett ist inzwischen das ausgeklügelte Abrollbehälterprogramm. Das System aus Wechselladerfahrzeug und Abrollbehälter (Container) gilt als äußerst flexibel und vielfältig einsetzbar.
Den bestehenden Oldtimer-Fuhrpark möchte die neue Wehrführung künftig auf Fahrzeuge reduzieren, die in den Reihen der Delbrücker Feuerwehr mal eine Rolle gespielt haben.

Westfälisches Volksblatt von Jürgen Spies