Am Mittwochmorgen sind in Buke mehrere tausend Liter Gülle aus einem Silo auf eine Straße und in die Kanalisation geflossen. Feuerwehr ist stundenlang im Einsatz.

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Altenbeken Buke: Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei war bei Arbeiten auf einem Bauernhof unbeabsichtigt Gülle aus dem Auffangbecken im Stall in das auf dem Gelände stehende und bereits gut gefüllte Betonsilo gepumpt worden. Unbemerkt liefen daraufhin mehrere tausend Liter Gülle über den Rand des Silos. Die Jauche ergoss sich über das abschüssige Bauernhofgelände und über die Dorfstraße wo sie schließlich in die Regenwasserkanalisation "landete".

Nachdem die Panne bemerkt worden war, wurden Feuerwehr und Polizei alarmiert. Die Feuerwehr legte Sperren an. Zudem wurde die übergelaufene Gülle abgesaugt. Die zuständige Behörde des Kreises Paderborn hat Untersuchungen mit Blick auf mögliche Umweltschäden eingeleitet. Die Dorfstraße wurde bis gegen 11.15 Uhr von der Polizei gesperrt und der Verkehr abgeleitet. Zurzeit wird geprüft, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten des verantwortlichen Landwirts vorliegt.

Bericht: Polizeipresse

 

Westfälisches Volksblatt

Buke: Mehrere tausend Liter Gülle sind am Mittwoch aus einem Silo auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Altenbeken-Buke ausgelaufen und über die Abwasserkanalisation teilweise in den Rotenbach und den Ellerbach gelangt. Die Feuerwehr wurde gegen 7 Uhr alarmiert und war kurze Zeit später mit 32 Einsatzkräften aus den Löschzügen Altenbeken und Buke am Einsatzort, um den Schaden einzudämmen.

Die Feuerwehr sperrte unter Einsatzleitung von Marc Nigriny zunächst die Kanalisation mit so genannten »Absperrblasen« ab. Die großen Behälter werden dabei horizontal in die Kanalisation eingebracht und aufgeblasen, um sie vorübergehend zu verschließen. Anschließend wurden der Hof des betroffenen landwirtschaftlichen Betriebes und die gesamte Fahrbahn der Dorfstraße mit Wasser abgespritzt und gereinigt. Das anschließend abgepumpte Gülle-Wasser-Gemisch füllte am frühen Mittag bereits ein halbes Dutzend Gülle-Anhänger mit je 12.000 Liter Fassungsvermögen.
 
Experten der Unteren Wasserbehörde sowie Vertreter des Wasserwerkes Altenbeken und des örtlichen Ordnungsamtes waren ebenfalls schnell vor Ort, um den Schaden zu begutachten. Nach ersten Erkenntnissen ist der Ellerbach kaum betroffen, zumal er derzeit viel Wasser führt. In den Rotenbach ist zwar Gülle geflossen, doch sollen sich auch hier die Auswirkungen in Grenzen halten, zumal keine Fischbestände betroffen seien, so die ersten Angaben aus dem Kreishaus. Eine Auskofferung von Boden wird derzeit auch nicht für notwendig erachtet.
Die Polizei geht nach eigenen Angaben derzeit davon aus, dass beim Umfüllen von Gülle aus dem Auffangbecken im Stall in das gut gefüllte Betonsilo dieses überlief. Sie prüft derzeit, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten des verantwortlichen Landwirts vorliegt.