Zug bleibt am Eggetunnel liegen. Technische Probleme sorgen für Ausfall zwischen Warburg und Altenbeken. Mitarbeiter der Bahn sowie Einsatzkräfte der Feuerwehren Lichtenau und Altenbeken rückten aus.

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Warburg/Altenbeken/Lichtenau: Ein Zug mit 100 Passagieren ist am Dienstagmittag auf der Fahrt von Warburg nach Altenbeken mitten auf der Strecke ausgefallen. 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr halfen den Passagieren, in eine Ersatzbahn umzusteigen. Die Gleise waren während der Evakuierung für mehr als eine Stunde voll gesperrt.

»Bei allem Pech haben wir noch Glück gehabt«, meinte Kreisbrandmeister Elmar Keuter, nachdem die Evakuierung der Passagiere abgeschlossen war. »Züge können immer auf freier Strecke ausfallen. Dass es heute am helllichten Tag und nicht im, sondern vor dem Eggetunnel geschehen ist, war für die Einsatzkräfte sehr hilfreich«, stellte der Einsatzleiter der Feuerwehr zufrieden fest.
 
Um 12.30 Uhr befand sich der Regionalexpress RE?11 auf der Fahrt von Kassel zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Nach dem letzten Halt in Warburg passierte der Zug nach Aussage von Heinz Ridder, Notfallmanager der Deutschen Bahn, den Tunnel zwischen Willebadessen und Altenbeken. Mitten im Tunnel traten nach Aussage des Bahnsprechers die technischen Störungen auf. »Dem Zugführer ist es gelungen, die Bahn mit letzter Kraft noch bis zum Tunnelausgang im Schritttempo rollen zu lassen«, berichtete Ridder.
 
Direkt danach blieb die Bahn in Höhe Herbram-Wald liegen. Die gestrandeten Passagiere sollten zunächst mit Bussen weiter befördert werden. Angesichts der winterlichen Verhältnisse mitten in dem Waldstück nahmen die Einsatzkräfte jedoch Abstand von der Lösung. »Zum Glück konnte ein zweiter Zug geordert werden«, berichtete Ridder. Der zweite Regionalexpress hielt auf dem Parallelgleis direkt auf Höhe des defekten Zuges an. Mit Hilfe der Feuerwehr stiegen die Passagiere nach gut zwei Stunden Wartezeit über Leitern vom defekten in den Ersatzzug um.
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»Die Rettungsaktion ist reibungslos verlaufen. Alle Passagiere konnten wohl behalten weiter fahren«, fasste Keuter zusammen. Wegen der Sperrung konnten nach Aussage des Notfallsmanagers mindestens fünf Personen- sowie acht Güterzüge den Bereich nicht passieren. Es kam zu Zugausfällen und erheblichen Verspätungen, die gestern noch nicht näher beziffert werden konnten. Die Ursache für den Totalausfall blieb zunächst unklar. Es wurde an Ort und Stelle versucht, die Lok zu reparieren. Sollte das nicht gelingen, müsse die Bahn abgeschleppt werden, erklärte Ridder.
 

Bericht: Westfälisches Volksblatt