Bei einem Wohnhausbrand im Delbrücker Ortsteil Sudhagen sind am Sonntag zwei Menschen verletzt worden. Eine 92-Jährige und ihr Sohn atmeten Rauchgase ein und mussten per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Löschzüge Delbrück, Westenholz und Boke, DLK Feuerwehr Rietberg im Einsatz.

  • Sudhagen

 

Delbrück Sudhagen: Um kurz nach 09.00 Uhr wurde zunächst der Löschzug Delbrück Mitte über Sirene und Funkmeldeempfänger zu einem Wohnhausbrand in Sudhagen am Fuchsweg alarmiert. Aufgrund der AAO und weiterer Meldungen, Sirenalarm für die Löschzüge Westenholz und Boke. Im Einsatz, AB Atemschutz der KFTZ. DRK Delbrück Betreuungszug. Weitere Einsatzverstärkung DLK der Feuerwehr Rietberg.

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Sudhagen: Beim Brand eines Wohnhauses im Sudhäger Bruch zwischen Sudhagen und Boke sind am Sonntag zwei Menschen leicht verletzt worden. Erste Ermittlungen zur Ursache des Feuers haben ergeben, dass der verheerende Brand wohl infolge einer Fettentzündung in der Küche entstanden ist.
Um 9 Uhr wurde die Feuerwehr über Sirene und Funkmelder zu dem Wohnhausbrand im Fuchsweg gerufen. Eine weithin sichtbare Rauchsäule wies den Einsatzkräften den Weg zu dem abseits gelegenen, früheren landwirtschaftlichen Anwesen.
 
Wenige Minuten zuvor: Nachdem die Küche in Brand geraten war, konnte sich die 92-jährige Bewohnerin des Hauses aus dem Haus retten und zu einem Nachbarn gehen. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Sohn der Seniorin nicht im brennenden Haus auf. Als der 65-Jährige zurück nach Hause kam, brannten Teile des Gebäudes lichterloh. Da er befürchtete, seine Mutter befinde sich noch in der Wohnung, versuchte er, in das Haus einzudringen. Beim Öffnen der Eingangstür schlugen ihm so starke Flammen entgegen, dass er von seinem Vorhaben ablassen musste.
Ebenso wie seine Mutter wurde der 65-Jährige wenig später nach notärztlicher Erstversorgung mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.
 
Nach Ermittlungen der Polizei hatte ein auf dem Herd in der Küche stehender Kochtopf Feuer gefangen. Höchstwahrscheinlich infolge einer Fettexplosion wurde die gesamte Einrichtung in Brand gesetzt. Beim Eintreffen der Feuerwehr zündete das Gebäude durch, und die Flammen schlugen bis in den Dachstuhl hinein. Unverzüglich beorderte Einsatzleiter Johannes Grothoff weitere Kräfte an die Einsatzstelle. Neben dem Delbrücker Drehleiterfahrtzeug rückte auch der Leiterwagen der Feuerwehr Rietberg an.
 
Zu benachbarten Garagen sowie den unmittelbar angrenzenden leeren Stallungen wurde eine Riegelstellung aufgebaut, so dass es gelang, das Übergreifen auf die Stallung zu verhindern. »Glücklicherweise stellte die Wasserversorgung in diesem Außenbereich kein Problem dar, da direkt neben dem Fuchsweg ein wasserführender Kanal verläuft und wir drei Entnahmestellen einrichten konnten«, berichtete Grothoff.
Nach und nach konnten die lodernden Flammen zurückgedrängt werden. Die Feuerwehr trug Teile des Daches ab, um weitere Glutnester, die über den gesamten Dachstuhl des Komplexes samt Fachwerkhaus-Altenteil verteilt waren, zu löschen. Der rückwärtige Giebel des älteren Gebäudes wurde abgesperrt, da hier Einsturzgefahr bestand.
 
Trotz des massiven Löschangriffs konnte die Feuerwehr nicht verhindern, dass das Wohngebäude völlig zerstört wurde. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrleute der Löschzüge Delbrück, Boke, Ostenland und Westenholz im Einsatz. Weitere Feuerwehrkräfte rückten aus Rietberg an. Um die Einsatzkräfte vor Ort zu versorgen, machten sich außerdem Mitglieder des Betreuungszuges des Deutschen Roten Kreuzes mit etwa 15 Helfern auf den Weg zum Unglücksort.
Ersten Schätzungen der Polizei zufolge, entstand bei dem Brand ein Sachschaden in Höhe von etwa 300 000 Euro.
 

Bericht / Fotos: Westfälisches Volksblatt, Axel Langer. 

 Bericht: Polizeipresse

 Brand eines Wohnhauses in Delbrück Hagen Fuchsweg, am Sonntagmorgen
Bei dem Brand eines Wohnhauses in Delbrück Hagen am Sonntagmorgen zogen sich die beiden Hausbewohner, eine Frau im Alter von 92 Jahren und deren Sohn im Alter von 65 Jahren, leichte Verletzungen zu. Darüberhinaus bestand der Verdacht einer Rausgasvergiftung, so dass beide Personen ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
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Das Wohnhaus wurde komplett zerstört, der Sachschaden wird auf ca. 300 000 Euro geschätzt. Nach den ersten Ermittlungen vor Ort fing ein Kochtopf in der Küche Feuer und setzte die Kücheneinrichtung in Brand.