Technischer Defekt setzt Förderband in Brand. Dank umsichtigen Löscheinsatzes kann Produktion bei Schulte schnell wieder angefahren werden.

  • Delbrueck
 
 
Delbrück (al). »Unsere Brandhelferschulungen, das vorbildliche Verhalten unserer Mitarbeiter und das schnelle Eingreifen der Delbrücker Feuerwehr haben uns vor Schlimmerem bewahrt«, zeigte sich der Personalleiter der Firma Schulte Kartonagen, Pascal Pöhler, sehr erleichtert, dass der Brand eines Förderbandes am Montagmorgen glimpflich abgelaufen ist.
 
Lediglich zweieinhalb Stunden stand die Produktion des Kartonagewerkes in der Industriestraße in Delbrück still, ehe sie in gewohntem Umfang wieder anlaufen konnte. »Wir können alle Aufträge wie geplant abwickeln«, dankte Pöhler. Gegen 4 Uhr war ein Förderband in Brand geraten. Zwei Mitarbeiter bemerkten Feuer- und Rauchentwicklung, alarmierten unverzüglich die Feuerwehr und verließen die verrauchte Nebenhalle. Sie wiesen die Feuerwehrkräfte ein, die weitere Einsatzkräfte per Funkemeldeempfänger und Sirene anforderten. Zwischenzeitlich waren vorsorglich mehr als 100 Feuerwehrleute vor Ort. Auch eine Löschwasserversorgung wurde aufgebaut. Der gesamte Produktionsbereich wurde evakuiert.
 
In einer Nebenhalle stand ein Teilbereich eines Abfallförderbandes, das Wellpappenreste aus der Kartonagenproduktion zu einer Presse transportiert, in Flammen. Zunächst wurde das Feuer mit Wasser gelöscht. Um weitere Glutnester zu ersticken, flutete die Feuerwehr den Teilbereich der Halle mit Kohlendioxid.
Anschließend wurde die Halle mit Hochleistungslüftern entraucht, und es wurden Schadstoffmessungen durchgeführt. Nachdem keine Gefahr mehr bestand, konnten die Mitarbeiter des Familienbetriebes an ihre Arbeitsplätze zurückkehren und die Frühschicht um 8.30 Uhr die Produktion in vollem Umfang aufnehmen. Als Ursache wird Hinweisen auf einen technischen Defekt nachgegangen.
 
Nach ersten Schätzungen könnte sich der Schaden auf einen fünfstelligen Betrag belaufen. »Die Feuerwehr hat bei ihren Löscharbeiten sehr darauf geachtet, weitere Schäden zu vermeiden und zu minimieren. Die Kooperation war vorbildlich«, lobte Pascal Pöhler das umsichtige Handeln aller Beteiligten.

Bericht: Westfälisches Volksblatt, Axel Langer