Paderborner Feuerwehr rückt zum Querweg aus. Explosionsgefahr am Sportplatz.

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Paderborn: Starker Gasgeruch im Bereich des Sportplatzes am Querweg in Paderborn hat die Feuerwehr am Freitagabend auf den Plan gerufen. Mit einem Großaufgebote rückten die Brandbekämpfer aus.
Am Eingang zum Sportplatz, auf dem noch der Trainingsbetrieb lief, wurde die Feuerwehr bereits von Anrufern erwartet. Auf dem Sportplatzgelände war im Bereich des Technikraumes ein deutlicher Gasgeruch wahrnehmbar. Vorsorglich wurde das Training abgebrochen und die Sportanlage geräumt, teilte Paderborns Feuerwehrchef Ralf Schmitz in der Nacht mit. Parallel hierzu wurde an der Heizungsanlage die Notabschaltung betätigt.

Mit Messgeräten und unter Hinzuziehung eines ehrenamtlichen Platzwartes konnte die Gasaustrittsstelle schnell lokalisiert werden. »Unter dem verschlossenen Deckel, eines in der Erde eingelassenen Tanks konnte ein massiver Flüssiggasaustritt im Bereich der Füllarmatur festgestellt werden«, berichtet Schmitz: »Die Messgeräte zeigten im unmittelbaren Bodenbereich des Tankdeckels ein explosionsfähiges Gasgemisch an.«Zur Verdünnung des ausgetretenen Flüssiggases wurde ein Hochleistungslüfter in Betrieb genommen und die »Sondereinsatzgruppe Messen« nachalarmiert. Gleichzeitig wurde der Brandschutz durch Aufbau eines vorsorglichen Löschangriffs sichergestellt. Bis zum Eintreffen von Fachkräften des Energieversorgers und einer Fachfirma für Heizungstechnik gelang es den Einsatzkräften, den Flüssiggastank abzudichten. Die Abdichtung wurde anschließend noch mit Leckspray besprüht, um sicher zu gehen, dass kein Gas mehr austritt. Bei Kontrollmessungen konnte keine Gas mehr nachgewiesen werden.

Nach 90 Minuten war der Einsatz beendet. Die Anlage wurde unter der Auflage wieder freigegeben, dass zunächst eine Fachfirma die Tankanlage überprüft. Dies bedeutet für die Nutzer der Sportanlage, dass über das Wochenende weder geheizte Umkleideräume noch warmes Wasser zum Duschen geben wird. Die Fachfirma des Flüssiggastanks in Dortmund hat einen Monteur für Morgenvormittag angekündigt.

Bericht: Westfälisches Volksblatt