Am Montag, 23.10.2017, kippte ein Sattelzug in einer Baustelle der BAB 33, zwischen Paderborn-Mönkeloh und Paderborn-Zentrum, in Fahrtrichtung Osnabrück um und verschob eine Gleitschutzwand. Zwei Personen erlitten schwere Verletzungen.

  • Paderborn A 33


Paderborn: Verkehrsunfall mit LKW auf der BAB 33
Heute Morgen wurde die Feuerwehr Paderborn gegen 06:52 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf die BAB 33, Fahrtrichtung Bielefeld, zwischen den Anschlussstellen Mönkeloh und Paderborn-Zentrum, gerufen.
Eine Sattelzugmaschine ist im Baustellenbereich aus unbekannten Gründen auf den rechten unbefestigten Grünstreifen gekommen und hat anschließend die Kontrolle über sein Zuggespann verloren. Beim Versuch, das Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn zu lenken, stieß dies in die Betonleitplanke der Baustelleneinrichtung am linken Fahrbahnrand, drehte sich entgegen die Fahrtrichtung, kippte dabei und blieb schließlich auf der rechten Fahrzeugseite liegen.

Entgegen ersten Meldungen waren keine Personen mehr im Fahrerhaus eingeklemmt. Der 42 jährige Fahrer des LKW konnte sein Fahrerhaus bereits aus eigenen Kräften verlassen. Seine 33 jährige Beifahrerin saß beim Eintreffen der Feuerwehr auf dem Fahrerhaus und konnte nach medizinischer Erstversorgung durch die ersten Einsatzkräfte von diesem gerettet werden.
Beide Insassen des LKW wurden durch den Unfall zwar verletzt, hatten insgesamt betrachtet allerding noch viel Glück. Nach weiterer Behandlung am Unfallort wurden Sie durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der anwesenden Notärzte in zwei Paderborner Krankenhäuser verbracht.

Durch den Unfall wurde der Kraftstofftank des LKW so stark beschädigt, dass großen Mengen Diesel (ca. 250 Liter) auszulaufen drohten. Die Feuerwehr konnte den Kraftstoff mit einem Spezialfahrzeug umpumpen und somit weitere Gefahren abwenden.
In dem Tankaufbau des LKW transportierte dieser ca. 23 Tonnen eines Zusatzstoffes für die Farbenindustrie. Da es sich nicht um einen Gefahrstoff handelte und der Tankaufbau keinen Schaden genommen hatte, ging hiervon keine Gefahr aus.
Während der Anfahrt hatten die Einsatzkräfte wieder einmal Probleme die Unfallstelle zu erreichen. Die Feuerwehr appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, bei stehendem Verkehr regelmäßig und frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden, um somit schnelle Hilfe im Ereignisfall zu gewährleisten.
Durch die zeitweise eingerichtete Vollsperrung beider Fahrtrichtungen ergaben sich starke Verkehrsbeeinträchtigungen mit langem Rückstau.

Die Feuerwehr Paderborn rückte zu diesem Einsatz mit 12 Fahrzeugen und 36 Einsatzkräften aus, der Einsatz dauerte ca. 2 Stunden.
Beteiligte Einsatzmittel insgesamt:
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF20) Feuerwache Nord
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF20) Feuerwache Süd
Drehleiter (DLA-K) Feuerwache Süd
Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter für schwere technische Rettung (AB-Rüst)
Gerätewagen Gefahrgut (GW-G)
Freiwillige Feuerwehr Einheit Stadtmitte
LKW Logistik
Leitungsdienst (A-Dienst)
Leitungsdienst (C-Dienst)
2 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF)
2 Rettungswagen (RTW)
Polizei
Untere staatliche Wasserbehörde
BA Mirco Westbomke, Einsatzleiter | C-Dienst

Bericht: Feuerwehr Paderborn

 

Polizeipresse

Paderborn: Gegen 06:50 Uhr, befuhr ein 38-jähriger Fahrer aus Rumänien mit seinem Sattelzug die BAB 33 in Fahrtrichtung Osnabrück. In Höhe der Abfahrt Mönkeloh verlor er aus bisher ungeklärter Ursache die Gewalt über seinen LKW, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und drehte sich auf dem weichen Untergrund. Der LKW stieß gegen die Beton-Mittelbegrenzung und verschob sie. Der Sattelzug kippte um und kam entgegen der Fachrichtung zum Liegen. Ein in Gegenrichtung fahrender LKW aus Vechta trug durch die verschobene Gleitschutzwand Beschädigungen davon. Sein 57-jähriger Fahrer blieb unverletzt.
Der Sattelzug-Fahrer sowie seine 36-jährige Beifahrerin aus Rumänien erlitten schwere Verletzung. Rettungswagen brachten sie in umliegende Krankenhäuser.
Die BAB 33 wurde zeitweise komplett gesperrt. Die Feuerwehr Paderborn streute ausgelaufenen Kraftstoff ab. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 100 000 Euro Für die Zeit der Bergung des LKW und die Säuberung der Fahrbahnen dauert die Sperrung der BAB 33 in Richtung Osnabrück derzeit noch an.

 

Westfälisches Volksblatt


Zwei Schwerverletzte zwischen Paderborn-Mönkeloh und Paderborn-Zentrum
Lastwagen bricht durch Mittelleitplanke – A?33 gesperrt.
Paderborn: Ein Lastwagen ist am Montagmorgen auf der A?33 bei Paderborn durch die Mittelleitplanke gebrochen und hat für eine Vollsperrung gesorgt. Fahrer und Beifahrer des Lkws wurden schwer verletzt, befinden sich aber nicht in Lebensgefahr, wie eine Sprecherin der Polizei sagte.

  • A33

Gegen 6.50 Uhr war der 38-jähriger Fahrer aus Rumänien mit seinem Sattelzug in Fahrtrichtung Osnabrück unterwegs. In Höhe der Abfahrt Mönkeloh verlor er aus bisher ungeklärter Ursache die Gewalt über seinen Lastwagen, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und drehte sich auf dem weichen Untergrund.
Der LKW stieß gegen die Beton-Mittelbegrenzung und verschob sie. Der Sattelzug kippte um und kam entgegen der Fachrichtung zum Liegen. Ein in Gegenrichtung fahrender LKW aus Vechta wurde durch die Gleitschutzwand beschädigt. Sein 57-jähriger Fahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 100.000 Euro
Die A33 wurde zwischen Paderborn-Mönkeloh und Paderborn-Zentrum in beide Richtungen komplett gesperrt. Da Diesel aus dem Lastwagen auslief, musste die Feuerwehr den Bereich auf der A33 abstreuen.

Foto: Marc Köppelmann