Feuer 3 Feuerwehr Bad Lippspringe in der Nacht zum ersten Mai - aus Hecke brennt wurde Dachstuhl brennt.

  • Bad Lippspringe

 

Bad Lippspringe: Der Brand einer Hecke ist in der Nacht zum 01. Mai gegen halb zwei über einen Holzschuppen auf das Wohngebäude übergegangen. Die Isolierung des Reiheneckhauses bot den Flammen ausreichend Nahrung. Darüber hat sich das Feuer über die gesamte Giebel- und Eingangsseite ausgebreitet und den Dachstuhl in Brand gesetzt.

Die Bewohner haben das Feuer rechtzeitig bemerkt, zu dem Zeitpunkt waren die Fensterscheiben noch nicht geplatzt, Rauch war noch nicht in das Wohngebäude eingedrungen, sie konnten unversehrt das brennende Gebäude verlassen. Die Nachbarn wurden ebenfalls aufgeweckt und haben das nächste Reihenhaus verlassen. Zwölf Personen konnten sich selbst rechtzeitig in Sicherheit bringen, sie wurden zunächst durch das DRK betreut.

Die Wohnung ist erheblich beschädigt, die Bewohner kommen zunächst bei Freunden und Verwandten unter.
Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen, die Glutnester unter den Dachpfannen mussten über den Gelenkmast geöffnet und abgelöscht werden. Das gesamte Dach Dach wurde wiederholt mit der Wärmebildkamera überprüft, bis endgültig Feuer aus gegeben werden konnte.
Die Feuerwehr sowie das DRK waren mit 40 Einsatzkräften bis 06:30 im Einsatz.
Zur Klärung der Brandursache nimmt die Kripo mit den Sachverständigen die Unterschungen auf, die Schadenshöhe wird sich im Bereich von rd 90.000 € bewegen.Feuer 2 01:34 - Hecke brennt - Meldealarm
Feuer 3 01:44 - Dachstuhl brennt - Sirenenalarm
 
Bericht: Feuerwehr Bad Lippspringe, Martin Schmidt - BOI
Foto: Marc Köppelmann

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Bericht: Polizeipresse

Bad Lippspringe: Der Brand einer Lebensbaum-Hecke hat in der Nacht zu Montag einen Gebäudeschaden von fast 100.000 Euro an einem Reihenhaus am Katharina-Ruhe-Weg hinterlassen. Das Feuer bemerkten mehrere Bewohner und ein Mitarbeiter eines nahe gelegenen Lokals gegen 01.30 Uhr.
 
Mehrere Notrufe gingen ein. Polizei und Feuerwehr rückten aus. Die Bewohner der angrenzenden Häuser wurden geweckt. Alle konnten ihre Wohnungen unversehrt verlassen. Eine hohe Lebensbaumhecke stand in Flammen. Das Feuer griff auf ein Reihenendhaus über. Der Dachstuhl und die Fassade wurden stark beschädigt. Eine Gartenhütte brannte völlig ab. Nachdem die Feuerwehr das Feuer gelöscht und die Häuser gelüftet hatte, konnten die Bewohner in ihre Häuser zurück. Nur das Reihenendhauses ist nicht mehr bewohnbar. Die vier betroffenen Bewohner kamen bei Verwandten unter. Die Polizei hat die Ermittlungen zur bislang unbekannten Brandursache übernommen
 
Westfälisches Volksblatt
 
Bad Lippspringe (bel/itz). Fahrlässige Brandstiftung war die Ursache eines Feuers in Bad Lippspringe. Zu diesem Ergebnis kommt die Polizei nach ihren ersten Ermittlungen und sucht Zeugen.
In der Nacht zu Montag, 1. Mai, war am Katharina-Ruhe-Weg bei der Westfalen-Therme ein Reihenhaus in Brand geraten, nachdem zunächst eine Hecke Feuer gefangen hatte. Der Schaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf 100?000 Euro. Das Gebäude ist aktuell unbewohnbar.
 
Die brennende Lebensbaumhecke bemerkten mehrere Bewohner und ein Mitarbeiter eines nahe gelegenen Lokals um 1.30 Uhr. Mehrere Notrufe wurden abgesetzt. Als dann die Feuerwehr eintraf, brannte bereits die Fassadendämmung des Gebäudes. Dabei handelt es sich um ein Reihenendhaus. Es stand zu befürchten, dass die Flammen sich weiter ausbreiten könnten. Alle Bewohner wurden geweckt, sie mussten die Häuser verlassen. Verletzt wurde niemand, teilt die Polizei mit.
 
Die Einsatzkräfte lösten in der Zwischenzeit Vollalarm für die gesamte Feuerwehr der Stadt aus. Das Feuer griff trotzdem in Windeseile über die Fassade auf den Dachstuhl über, Fenster barsten und eine Gartenhütte brannte ab. Nachdem die Feuerwehr die Flammen gelöscht hatte, wurde das Dach auf der Suche nach Brandnestern abgedeckt. Nur das Reihenendhaus ist nicht mehr bewohnbar. Die vier betroffenen Bewohner kamen bei Verwandten unter.
 
Der Bad Lippspringer Brand offenbart eine enorme Gefahrenquelle: Die Wärmedämmung von Häusern, oft auch nachträglich angebracht ist, stellt aus Sicht der Feuerwehren eine große Gefahr dar, bestätigt Kreisbrandmeister Elmar Keuter. Über viele Jahre wurde die Verwendung von Styropor unter Brandschutz-Aspekten kontrovers diskutiert. Kritiker hielten sie für leicht entflammbar. Anfang 2016 wurden deshalb neue Regeln für den Brandschutz mit dem Einbau von so genannten »Brandriegeln« vorgeschrieben. In bestimmten Höhenabständen sollen so Mineralwoll-Lamellen das Durchbrennen von Styropor an Fassaden einschränken.
 
Leicht brennbare Gebäudeteile wie Carports oder angebaute Gartenhäuser können bei dichter Wohnbebauung schnell auf Fassade und damit Dachstuhl übergreifen, empfiehlt Keuter auch Sicherheitsabstände zu Häusern. Und eine Lebensbaumhecke würde schließlich wie »Zunder« brennen. Im Fall der Schwaneyer Grundschule hätten ebenfalls brennende Mülleimer den Brand der Dämmung der Fassade ausgelöst, und ein offenes Fenster im Obergeschoss hätte dann den Brand in den Innenräumen ermöglicht. Hinweise von Zeugen an die Polizei unter 05251/3060.